Das Ende der Telefonakquise?

Das Ende der Telefonakquise?

Datum: 19.08.10
Autor: Dirk Kreuter
Als vor einigen Monaten das Gesetz rund um die Telefonakquise verschärft wurde, dachte ich erst: Was erzählst du denn jetzt zu diesem Thema im Seminar? Ich will ja nicht zum Gesetzesbruch auffordern!

Also habe ich mich bei meinen Kunden, Teilnehmern und Kollegen umgehört… Einer unserer Kunden, ein Softwarehersteller, der nur an Anwälte verkauft, berichtete mir, dass er hauptsächlich über die telefonische Kaltakquise bei seiner Zielgruppe Termine vereinbart. Rechtliche Probleme? Fehlanzeige! Sollten Anwälte hier ihre Chance auf Umsatz freiwillig verpassen, weil sie einen Verkäufer nicht abmahnen? Interessante Frage!

Doch die wichtigste Erkenntnis zu dem Thema las ich im Zusammenhang mit einer Fernsehreportage des ARD-Magazins Panorama: Was schätzen Sie, wie viele Beschwerden über unzulässige Anrufe sind in den letzten 10 Monaten bei der Bundesnetzagentur eingegangen (überlegen Sie wirklich mal einem Moment!)?

Siebenundfünfzigtausend!

Unternehmen drohen in einem solchen Fall mit bis zu fünfzigtausend Euro Strafe!

Jetzt kommt es noch besser: Wie viele Unternehmen wurden in den letzten 10 Monaten zu einer Strafe verurteilt? Was meinen Sie?

Neun. Und von den neun haben acht Widerspruch eingelegt! Diese Fälle werden jetzt vor dem Bonner Amtsgericht verhandelt. Ich werde die Situation weiter beobachten und Sie auf dem Laufenden halten!

Neben der rechtlichen Betrachtung gibt es auch noch die emotionale Seite: Bei der Kommunikation am Telefon gibt es nur zwei Faktoren, die beim Zuhörer ankommen: Was Sie sagen und wie Sie es sagen. Und die Verteilung dieser beiden Faktoren entsprechen 12% zu 88%!

Fazit: Auch in der Telefonakquise macht der Ton die Musik!

Dirk Kreuter

Dirk Kreuter

Dirk Kreuter ist Verkaufstrainer und Experte für Neukundengewinnung.

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