So erstellen Sie Inhalte & Content für Ihre Infoprodukte & Blogs

So erstellen Sie Inhalte & Content für Ihre Infoprodukte & Blogs

Datum: 03.01.11
Autor: Tobias Knoof
Content is King – das war bei den Buchverlagen schon vor dem Internet bekannt. Durch die Webtechnologie, welche die neue intensive Wissensvermischung, die Re-Organisation und Verteilung bestehender Informationen im Internet und die Vervielfältigung von Wissenseinheiten ermöglicht, entsteht der Wunsch nach „Super-Content“.

Dieser hilft hochwertige Informationsprodukte zu generieren, denn je größer die Menge von Informationen ist, desto länger dauert deren Auswertung.

Bei heutigen digitalen Contentprodukten steigt die Nachfrage in Qualität UND Quantität. Hier stellt sich die Frage, wie Sie bei Ihren ersten digitalen Produkten an möglichst viel und vor allem hochwertigen Content kommen. Um Content aufzubauen, zu erstellen oder zu organisieren, gibt es prinzipiell sechs verschiedene Möglichkeiten.

1. Content selber erstellen

Aus Sicht der Kosten und der Unabhängigkeit ist das „Selbermachen“ sicherlich die günstigste Art, Content zu erstellen. Abgesehen davon können Sie dabei Ihren eigenen Vorstellungen freien Lauf lassen und Sie müssen sich dafür vor niemandem rechtfertigen. Ein gewisses Maß an Selbstdisziplin, Kenntnis und Durchhaltevermögen sollte jedoch Voraussetzung für das selbstständige Schreiben, Interviewen oder Aufzeichnen sein. Zum Nachteil wird dabei, dass man sich währendessen auf keine anderen Bereiche, wie zum Beispiel auf die Marketingplanung, konzentrieren kann.

Für den Fall, dass Sie mal nicht sonderlich kreativ oder schreibfreudig sind, haben Sie hierbei die Möglichkeit, sich die Zeiten, vollkommen unabhängig von anderen Zeitgenossen, einzuteilen und Ihren Gewinn prinzipiell nicht mit anderen teilen zu müssen.  Wie man richtig professionelle Werbetexte, Überschriften und Anzeigentexte erstellt, erfahren Sie in einem der nächsten Beiträge.

2. Machen lassen – per Outsourcing bzw. Offshoring

Bequemer ist es für Sie natürlich diese Arbeiten erledigen zu lassen. Die dadurch entstehende freie Zeit können Sie für weitere Planungen für die Vermarktung, Trafficgenerierung oder Erstellung neuer Produkte nutzen. Für viele Webworker kann diese Entlastung auch in Form von Entspannung von angenehmem Vorteil sein. Grundsätzlich sollten Sie dabei aber mit zu hundert Prozent verlässlichen Geschäftspartnern arbeiten. Am besten ist es, die ersten Projekte selber in Angriff zu nehmen um Erfahrungen zu sammeln, welche Sie im Falle eines Outsourcings einbringen können. Prinzipiell können Sie folgende Arbeiten outsourcen:

Recherche Marktbedarf / Themenrecherche, Contentrecherche, Contentorganisation, Contenterstellung, Werbetexte für Landingpage, Verkaufsseite, Newsletter, Autoresponder, Pressetexte / Pressematerialien erstellen, Lektorat, Korrekturlesen, Ton- / Video- / Schnittstudio, Hosting, Domainregistrierung, Domainrecherche, Programmierung, Web-Entwicklung, Webdesign, Grafiken, Bilder, Advertising,  Werbung, Adwords, Werbeplanung & Umsetzung, On-Demand-Service, Zahlungen & Abrechnungen, Partnerprogramme, Rechnungswesen, Steuersachen, Split Testing, Usability, Support, Hotline… und vieles, vieles mehr.

PS: Bezahlen Sie niemals „just in time“, also so lange, wie die Freelancer brauchen, da die Arbeiten sich so meist unnötig hinauszögern. Selbst wenn der Zeitrahmen eingehalten wurde, leidet vielleicht die Qualität darunter. Vergeben Sie Aufträge immer nur nach dem „just in case“ Prinzip, also für das fertige Produkt. Geben Sie für die Abwicklung Ihres Auftrages immer einen strikten Zeitrahmen vor, denn Sie bezahlen nur für das Projekt und nicht für die Überstunden. Optimalerweise 50% Vorauszahlung und 50% zum Abgabetermin bzw. nach Abnahme oder den Korrekturdurchläufen.

3. Content Syndication

Das Nutzen von bereits bestehenden Inhalten ist eine weitere Möglichkeit der Contentorganisation oder in diesem Fall Content Syndication genannt. So können Sie zum Beispiel von Youtube Videos, von Flickr Bildergalerien, von Nachrichtenseiten eben die Nachrichten oder von Börsenseiten Trendbarometer und Statistiken nutzen, soweit diese Plattformen das Syndizieren der  Inhalte ermöglichen.

RSS-Feeds bieten Ihnen dabei die besten und umfangreichsten Möglichkeiten für Contenterstellungen und Contentorganisation. Gegenwärtig existierende Tools können genutzt werden, um aus Blogs, Blogposts oder RSS-Feeds und natürlich aus E-Mails, Webseiten oder Dokumenten, Content heraus zu abstrahieren. Genau dieses Verfahren verwendet Google in seinem  „Google News“-Angebot im großen Stil. Google syndiziert Webseiten, Blogs und RSS-Feeds und bereitet diese auf den eigenen Seiten auf.

4. Gemeinfreie Inhalte, Public Domain-Inhalte, CreativeCommons Vielen Webmastern ist in Sachen Contentorganisation das Prinzip der Gemeinfreiheit oder der Public-Domain nicht wirklich ein Begriff. In Deutschland endet der Urheberrechtsschutz eines Werkes 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers (§ 64 UrhG). Nach dem Ablaufen dieser Frist geht das Werk in das Eigentum der Allgemeinheit über und kann somit beliebig kopiert, verändert, verschenkt und verkauft, eben uneingeschränkt genutzt werden.

Ausnahmen stellen dabei Werke dar, bei welchen das Todesjahr des Autors nicht bekannt ist. Bei diesen anonymen und pseudonymen Werken werden die 70 Jahre vom Tag der Erscheinung abgezählt (bei Nichtveröffentlichung, ab dem Tag der Entstehung). Es dürfen also Werke, deren Urheber vor 70 Jahren verstorben sind, heute frei verwendet werden, dazu ein paar Namen:

Adler, Ardono, Aristoteles, August Bebel, Bach, Beethoven, Brahms, Büchner, Casanova, Darwin, Dickens, Dürer, Engels, Fontane, Freud, Gebrüder Grimm, Gershwin, Goethe, Hägele, Hahnemann, Händel, Hauff, Hayden, Hegel, Heine, Herder, Hesse, Humboldt, Jule Verne, Kafka, Kamasutra, Kant, Karl May, Lessing, Lewis Carroll, List, Luther, Mahler, Mark Twain, Marx, Mendelsohn, Mozart, Nietzsche, Oswald Spengler, Platon, Reich, Rilke, Schiller, Schoppenhauer, Schubert, Shakespeare, Strauss, Tesla, Tschaikowski, Tucholsky, Van Gogh, Vivaldi, Wagner, Wilhelm Busch und viele, viele andere!

Es gibt tausende Werke von Forschern, Entdeckern, Erfindern, Wissenschaftlern, Dichtern, Schriftstellern, Bildhauern, Malern, Komponisten, Führern, Philosophen, Präsidenten usw. deren Tod  mindestens 70 Jahre zurückliegt und die uns ihre Werke hinterlassen haben. Sie können diese auf speziellen Webseiten oder Nationalarchiven und Nationalbibliotheken finden und benutzen. Die Nationalbibliotheken in Deutschland befinden sich in Leipzig, Berlin und Frankfurt/Main:

Deutscher Platz 1 / D-04103 Leipzig

Adickesallee 1 / D-60322 Frankfurt am Main

Deutsches Musikarchiv, Gärtnerstr. 25 – 32 / D-12207 Berlin

Dazu gibt es einige Tools welche automatisiert gemeinfreie Inhalte von Partnerseiten, RSS-Feeds von beliebigen Webseiten, Creative-Commons-Inhalte oder Inhalte aus Newslettern oder Dokumenten auf den eigenen Seiten oder im Blog veröffentlichen. Zeitgesteuert, sequenziell gesteuert, per Autopilot und voll automatisiert. Sie benötigen keine Redaktion oder müssen mühsam Dutzende von Artikel schreiben. Für Creative Commons-Content gibt es sogar große Suchmaschinen und Verzeichnisse, in welchen ausschließlich nach Inhalten mit Creative Commons Lizenz gesucht werden kann.

5. User Generated Content

Der Aufbau von Content, welcher von Usern selbst auf Ihren Webseiten angelegt, erstellt oder hochgeladen wird, also User Generated Content, ist die fünfte Möglichkeit an Inhalte zu gelangen. Durch eine einfache Kommentarfunktion oder auch durch Forenbeiträge, Bewertungen, Rezensionen, Uploads, Gästebücher, Kommentare, Profile, Fachartikel, News, Pressemitteilungen, Produkte, Jobangebote, Umfragen, Votings, Uploadfunktionen oder Abstimmungen haben Sie bereits die Möglichkeiten für User Generated Content geschaffen. Die Qualität des von Ihren Nutzern generierten Contents hängt dabei stark von der Wahl der Zielgruppe ab, die Sie mit Ihrer Seite ansprechen wollen. Dabei ist es natürlich entscheidend, ob und wie Sie Ihre Zielgruppe ansprechen. Konsequent sollte die Gestaltung Ihrer Seite auch auf die definierte Zielgruppe ausgerichtet sein. (Farbpsychologie, Werbetexten, Call-to-Action, Usability,…). Sprechen Sie Kids an, werden Sie mit Sicherheit keine Fachartikel erhalten.

6. Content kaufen

Das Kaufen von Content ist die schnellste und die letzte Möglichkeit. In Deutschland gibt es dazu Reseller-Händler, welche Content zu allen möglichen Branchen, Themen und Nischen anbieten und diesen oft in Form von Artikeln, Ebooks, oder auch Word-Dokumenten vertreiben. Für Webmaster, Infomarketer und Homepagebesitzer gibt es im englischsprachigen Raum bereits eine riesige Industrie, welche Content in allen Qualitäten und Quantitäten herstellt (googeln Sie einfach nach “MRR – Master Resale Rights” oder “PLR – Private Resale Rights“).

Fertige Screencapture-Videos, Seminarmaterial, Flashvideos oder Bücher kann man auf Wunsch kaufen und mit dem eigenen Branding, Namen und Logos versehen. Sie können auch dutzende Fachartikel zu einem bestimmten Thema erwerben. Der Reseller-Content in deutschen Landen ist allerdings meist nicht exklusiv.  Anders als in Amerika, wo Sie sich  – gegen Aufpreis – die Exklusivrechte sichern können, wird in Deutschland der Content an mehrere Interessenten verkauft. Eine umfangreiche Liste mit entsprechenden Anbietern werde ich in einen der nächsten Blogposts veröffentlichen. Halten Sie die Augen auf und bis dahin alles Gute!

Für Ihren Erfolg im Internet!

Freundliche Grüße

Tobias Knoof

Tobias Knoof

Tobias Knoof

Tobias Knoof ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Internet-Marketer der Infobranche und gilt als ausgewiesener Traffic-Experte. Er war Traffic-Marketing-Manager bei einem der größten Preisvergleichsportale in Deutschland und ist Gründer von Digitale-Infoprodukte.de.

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