dipeo Gadget News Was bringt das neue Jahr? Technik-Vorschau 2012

dipeo Gadget News Was bringt das neue Jahr? Technik-Vorschau 2012

Datum: 17.01.12
Autor: Magnus Gernlein
Letzte Woche ging die erste große Technik-Messe zu Ende, die Consumer Electronics Show (CES) 2012 in Las Vegas. Dabei fiel auf, dass zwar viele Hersteller beeindruckende neue Produkte im Gepäck hatten, diese aber eher Perfektionierungen bestehender Geräteklassen als bahnbrechende Innovationen darstellten.

Flach, scharf, online - die neue Fernsehergeneration

Flachbildschirme gehören nach wie vor zu den begehrtesten Technikprodukten, umso mehr seit die 3D-Technik verstärkt bei Filmen Verwendung findet und auch langsam im Heimkinobereich Einzug hält.

TVs mit 1 Millimeter Randstärke

LG stellte auf der Messe seine neue Cinema-Screen-Serie vor. Diese 3D-fähigen Geräte stellen durch den nur 1 mm breiten Rahmen das Fernsehbild umso mehr in den Vordergrund und sollen für mehr Kinoatmosphäre sorgen. 3D-Inhalte können über die zugehörigen Brillen betrachtet werden, welche ca. 20% leichter als momentan verfügbare Modelle sind um den Tragekomfort zu erhöhen. Speziell für Gamer hat LG mit der Dual-Play-Funktion etwas besonderes in petto: Spieler können gegeneinander auf dem gleichen Bildschirm spielen. Ermöglicht wird das durch eine besondere 3D-Technik, die dem jeweiligen Spieler nur den für ihn bestimmten Bereich zeigt obwohl für beide der gesamte Bildschirm genutzt wird. Dafür sind wiederum besondere 3D-Brillen notwendig. Ein Erscheinungsdatum und verfügbare Zoll-Größen für die neue Cinema-Screen-Serie liegen uns noch nicht vor.

LED-TV ohne Hintergrundbeleuchtung

Sony stellte seinen Crystal LED-TV vor, der sich einer neuen Art der Beleuchtung bedient. Bisherige LED-TVs beleuchteten das Bild von hinten oder vom Rahmen des Bildes aus. Beim Crystal LED wird jeder Bildschirmpixel mit seiner eigenen Leuchtdiode ausgestattet, so dass der Bildpunkt selbst leuchtet. Diese Technik verleiht dem Bild mehr Geschwindigkeit und besseren Kontrast. Zudem ist das Bild besser erkennbar, wenn sich der Betrachter seitlich vom Fernseher befindet, der Winkel also groß ist. Bei einer Auflösung von 1920x1080 Pixeln (FullHD-Standard) benötigt das TV-Gerät satte 6 Millionen Leuchtdioden.

Das Fernsehen der Zukunft findet online statt

Ein klarer Trend beim Fernsehen sind online angebotene Inhalte, die jederzeit abrufbar sind. Vom klassischen Programm mit festen Sendeplätzen darf sich der Nutzer langsam aber sicher verabschieden. Es wird mit einer weiter zunehmenden Zahl an Angeboten und einer stärkeren Ausrichtung der Geräte auf diesen Bereich gerechnet. Neben Google haben jetzt auch Apple mit Apple TV und die beliebte Linux-Distribution Ubuntu ein vergleichbares Angebot im Programm. Google und Ubuntu stellten auf der CES Neuerungen vor.

Google TV wechselt Chip-Hersteller

Nachdem Intel bekanntgab sich aus dem Bereich Mediaprozessoren zurückzuziehen und die erste Generation der Google TV-Box wenig erfolgreich war, kooperierte Google mit dem Chiphersteller Marvell. Die neue Version von Google TV arbeitet mit dem Armada 1500 Prozessor, einem nach Herstellerangaben sehr energieeffizienten 2-Kern-Chip, der mittels Marvells Qdeo-Videotechnik auch 3D-Videos und komplexe Grafiken beherrschen soll. Die Vision von Marvell und Google: Der Fernseher soll in Zukunft die Online-Kommunikationszentrale des Nutzers werden. Die neue Google TV Generation ist daher auch verstärkt auf die für Fernseher optimierte Präsentation von Webinhalten ausgerichtet.

Ubuntu TV

Das von Canonical angebotene Ubuntu ist eine der beliebtesten Linux-Distributionen. Neuerdings will Canonical auch in den Fernseherbereich vorstoßen und macht mit Ubuntu TV den etablierten Anbietern Google und Apple Konkurrenz. Momentan steht Canonical in Verhandlungen mit einer Vielzahl von Geräteherstellern. Eine vertraglich fixierte Zusammenarbeit gibt es jedoch noch nicht. Trotzdem kann Ubuntu TV bereits getestet werden. Die Linux-Distribution wurde speziell für TV-Geräte angepasst. Dabei hatten besonders zwei Punkte Priorität. Erstens: Das Design des Desktops für einen einfachen Zugriff auf Sender, gespeicherte Filme, Musik und Online-Videos. Zweitens: Die Zusammenarbeit von Ubuntu TV mit Fernbedienungen. Mit Ubuntu TV forciert Anbieter Canonical klar seine Strategie, Ubuntu auf weiteren Geräteklassen zu etablieren. So sollen spezielle Varianten des Linux-Systems in Zukunft auch auf Smartphones und Tablet-PCs laufen.

Dünn, schnell und chic - Ultrabooks

Immer noch führt Apple mit dem MacBook Air die Verkaufslisten der superflachen Notebooks an. Doch auf der CES 2012 präsentierte sich mit den sogenannten Ultrabooks sehr ernstzunehmende Konkurrenz, die dem Platzhirsch den Rang streitig machen.

Aspire S5 das weltweit dünnste Ultrabook

Acer verbucht für sich, das aktuell dünnste Notebook im Programm zu haben: Das Aspire S5 misst laut Hersteller an der dicksten Stelle 1,5 Zentimeter und ist 1,35 kg leicht. Mit 13 Zoll Bildschirm und SSD (Solid State Drive) ausgestattet bootet es aus dem Sleep-Modus in gerade 1,5 Sekunden. Um Platz zu sparen verfügt das S5 an der Rückseite über ein ausklappbares Anschlusssystem welches USB- (3.0), HDMI- und Thunderbolt-Anschluss bietet. Gefertigt wird das neue Acer Ultrabook aus einer Kombination von Magnesium und Aluminium was ihm eine hochwertige Optik verleiht und für Stabilität sorgen soll. Erwarteter Verkaufsstart ist das zweite Quartal des laufenden Jahres.

HP Envy 14 Spectre

Auch der weltgrößte Computer-Hersteller HP stellte mit dem Envy 14 Spectre sein erstes Ultrabook vor und beeindruckte mit einer Glasoberfläche, die das Notebook umgibt. Obwohl das Envy 14 Spectre wie der Name bereits verrät ein 14-Zoll-Display besitzt hat es die Abmessungen eines 13-Zoll-Notebooks. Ermöglicht wird dies durch eine besonders kompakte Bauweise. Das Innenleben entspricht dem anderer Ultrabooks. Ein Intel Core-i-Prozessor sowie eine Solid State Drive-Festplatte sind ebenso verbaut wie ein USB 3.0 - Anschluss.

Magnus Gernlein

Magnus Gernlein

Magnus Gernlein ist Projektleiter von dipeo.de, der führenden Matchmaking-Plattform für branchenübergreifende Vertriebspartnerschaften in Deutschland. In seiner Eigenschaft als Projektleiter befasst er sich intensiv mit dem Thema Open Source-Betriebssysteme und -Software für das Unternehmensumfeld und für die Web-Entwicklung.

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