Kontakt - Lebendigkeit (2838)

01.12.11 Gesundheit und Entspannungszentrum

Kontakt - Lebendigkeit

Wir leben in einer Zeit, in der es schwieriger geworden ist, mit anderen Menschen Kontakt aufzubauen und zu halten. So schwierig, dass es viele von uns nicht mehr schaffen.
Hierfür gibt es viele Ursachen:
Der Berufsalltag fordert von uns Mobilität. Jedes Mal, wenn wir an einen anderen Ort ziehen, lassen wir unsere Freunde zurück. Freundschaften zu erhalten ist viel einfacher, wenn die Freunde in der Nähe wohnen. An einem neuen Ort einen neuen Freundeskreis aufzubauen ist dagegen überhaupt nicht einfach. Besonders auch für Menschen, die sich schwerer damit tun, neue Kontakte zu knüpfen.
Manche Menschen igeln sich immer mehr in ihrer Wohnung ein. Durch das Internet können wir immer mehr Dinge von zuhause aus erledigen. Da müssen wir gar nicht mehr aus dem Haus. Auf diese Weise lernt man dann natürlich auch keine Menschen mehr kennen. Außer vielleicht über das Internet. Der ville Kontakt kann natürlich persönliche Nähe nicht ersetzen.

Wirkliches Glück erleben wir im Normalfall eher gemeinsam mit anderen.
Oft sieht die Realität anders aus. In unserer Gesellschaft fühlen sich immer mehr Menschen einsam.

Das kann der Rentner sein, der alleine in seiner Wohnung wohnt.
Das kann der frisch getrennte Mann/die frisch getrennte Frau sein, die zwar erfolgreich im Job ist, aber über die viele Arbeit noch keinen passenden Partner gefunden hat.
Aber auch Paare, die nur noch nebeneinanderher leben und keine emotionale Nähe mehr spüren. Ja, auch mit Partnern kann man einsam sein.

Als Schüler oder Student ist es wesentlich einfacher, neue Menschen kennen zu lernen und Freunde zu gewinnen oder mögliche Liebespartner zu finden. In dieser Zeit sind die meisten von uns offener, kontaktfreudiger und unbefangener. Als Schüler und Student hatten wir außerdem mehr Zeit, in denen wir uns mit anderen treffen konnten. Wir haben oft die Freunde, die Schwester, den Bruder unserer Freunde kennen gelernt. So lernten wir Menschen kennen, mit denen wir auf einer Wellenlänge waren.
Wenn man erst einmal mitten im Beruf steht und in den Routinen des Alltags steckt, treffen die meisten von uns immer auf die gleichen Menschen. Wenn man dann nicht bereits einen festen Freundeskreis oder eine Partnerschaft hat, dann wird die Wahrscheinlichkeit geringer, neue Freunde zu finden oder auf den oder die Richtige zu stoßen. Viele einsame Menschen glauben, es liegt an ihnen, dass sie so wenig Freunde haben oder keinen Liebespartner finden und fragen sich:

Stimmt etwas nicht mit mir?
Bin ich unsympathisch?
Bin ich nicht liebenswert?
Bin ich hässlich?

Meistens liegt es an den Lebensumständen und an der Anonymität unserer Gesellschaft, dem Berufsalltag, der Einigelung, dem Fernsehen. Es ist also Ihre Aufgabe, den Kontakt zu anderen Menschen zu suchen, wenn Sie aus der Einsamkeit ausbrechen möchten. Egal, ob Sie einen Partner suchen oder einfach Menschen, mit denen Sie etwas unternehmen möchten. Wer aus der Einsamkeit heraus will, muss hinaus in die Welt und aktiv etwas unternehmen.
Wenn wir Schwierigkeiten haben, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, liegt das manchmal an unserer Einstellung. Zum Beispiel denkt mancher etwa: Menschen sind alle schlecht. Sie sind nur auf Ihren Vorteil aus. Jeder denkt zuerst an sich.
Wer so ein negatives Menschenbild hat, der strahlt das natürlich auch aus. Und wer will schon mit Menschen zu tun haben, die einem Schlechtes unterstellen? Menschen sind natürlich nicht immer nett, aber auch nicht immer böse. Menschen sind manchmal selbstlos und hilfsbereit aber auch egoistisch und selbstverliebt.
Wir alle haben Gutes und Schlechtes in uns. Und je nachdem, wie man uns behandelt und je nach dem Umständen kommt mal das eine und mal das andere zum Vorschein. Die meisten Menschen sind gute, freundliche Menschen, wenn man sie freundlich behandelt
Wenn Sie andere Menschen kennen lernen möchten, müssen Sie also dort hingehen wo andere Menschen sind. Dazu muss man manchmal seine Komfortzone verlassen. Wenn man aus der Einsamkeit heraus will, muss man seine Bequemlichkeit und Angst vor neuen Situationen überwinden und über seinen Schatten springen.
Es gibt natürlich Orte und Situationen, die besser geeignet sind, andere Menschen kennen zu lernen, als andere. In der Disko sind zwar viele Menschen, aber dort jemanden kennen zu lernen ist schon eher für Fortgeschrittene. Wenn man in einen Verein eintritt oder einen Kurs besucht, kommt man deutlich leichter mit den Menschen in Kontakt, ebenso wie auf einer Single-Reise oder auf einer Geburtstagsparty.
Viele Menschen können sich mit jedem über alles unerhalten. Sehr hilfreich ist dabei ein positives und wertschätzendes Menschenbild. Außerdem ein gewisses Maß an sozialen Fähigkeiten. Wenn Sie also auf neue Menschen treffen die Sie sympathisch finden, dann machen Sie den ersten Schritt. Man vergibt sich nichts, wenn man sagt: Lass uns mal etwas zusammen unternehmen. Oder: Wollen wir zusammen einen Kaffe trinken gehen? Nächste Woche ins Kino gehen, ins Theater gehen usw.

Woran merkt man, dass man wirklich lebt und nicht nur existiert?
Dazu muss zuerst geklärt werden was wirklich leben bedeutet. Man verspürt eine Lebendigkeit, nimmt seine Gefühle wahr: Glück, Freude, Liebe, Wehmut, Traurigkeit, auch Angst und Ärger. Man lebt achtsam und bewusst. Spürt eine Umarmung, den Wind auf der Haut, die Sonnenstrahlen, die Kälte im Gesicht, riecht den feinen Duft der Blumen, der Natur.......
Wer sich dagegen von seinen Gefühlen abschneidet, sie nur noch verdrängt oder sie sich verbietet, der verschläft sein Leben und fragt sich irgendwann, ob das nun alles war. Lebendigkeit bedeutet auch, dass man mal ausbricht, aus den Routinen und der Sicherheit des Alltags. Erlebt neue Dinge, gibt den Abenteuern des Lebens einen Raum, tut ungewöhnliche Dinge, springt mal über seinen Schatten, überwindet seine Ängste, um sich zu spüren.

Wann haben Sie das letzte Mal eine Nacht durchgemacht und morgens den Sonnen-aufgang erlebt? Wann sind Sie das letzte Mal nackt in einem See geschwommen? Wann haben Sie das letzte Mal die Schuhe ausgezogen und sind mit nackten Füßen durch eine Pfütze? Wann sind Sie das letzte Mal alleine durch die Natur gewandert? Wann haben Sie richtig herumgealbert und Blödsinn angestellt? Wann haben Sie im Restaurant laut mit Freunden gesungen (obwohl Sie nicht betrunken waren)? Wann haben Sie das letzte Mal wild und hemmungslos getanzt? Wann haben Sie das letzte Mal etwas Verrücktes getan? Etwas, was Sie normalerweise nicht tun. Etwas, was nicht ganz erlaubt war. Etwas, was man eigentlich nicht tun sollte. Etwas, das ein bisschen riskant war?

Lebendigkeit hat etwas mit Kontakt zu tun. Mit Kontakt zum Leben, mit wirklichem Kontakt zu anderen Menschen. Und mit Kontakt zu sich und seinen Gefühlen. Es hat aber auch mit Erlebnissen und Erfahrungen zu tun. Dinge zu erleben. Abenteuer zu bestehen. Rauszugehen aus dem Sicheren und Gewohnten. Auch mal ein Risiko eingehen. Dann kann man sich selbst spüren.
Wie lebendig ist Ihr Leben auf einer Skala von 1 bis 10? Die 1 steht für starr und unlebendig, die 10 steht für voll und ganz im Fluss des Lebens und der Lebensfreude. Was können Sie tun um einen Punkt weiter zu kommen? Womit sollten Sie aufhören? Was könnten Sie ändern? Und wann fangen Sie an? Tun Sie einfach etwas, was Sie schon immer mal machen wollten, aber schon eine Weile aufgehoben haben. Tun Sie etwas, was Sie früher als Kind oder Jugendlicher gerne gemacht haben

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