14 Verkäufertypen in Wort und Bild: Jeder hat den Verkäufer, den er verdient. Wo ist Ihrer?

vom: 18.08.16

Wie stehen Sie zu Vertretern? Wird Ihr Geschäft dadurch bereichert oder finden Sie es gar unnütz? Sind Sie in freudiger Erwartung wenn Ihr „Stammlieferant“ einen Besuch ankündigt,  oder fiebern Sie kurz nach seinem Eintreffen stets dem baldigen Verschwinden entgegen? Es gibt die Sorte Verkäufer, welche für den Kunden die reinste Zumutung sind. Dann gibt es wiederum diese besonderen Handelsvertreter, welche man nicht missen möchte. Betrachten Sie nun nachfolgende Auflistung, an wen erinnern Sie sich? Und was ist zu tun, wenn ein Vertreter wirklich nervt?

1.    Der Komiker: Er findet seine Witze meist am besten, bringt sich deshalb oft selbst zum Lachen und ist nie um einen lockeren Spruch verlegen.

2.    Der Laberer: Er weiß, was er seinen Kunden versprechen muss, auch wenn es das Blaue vom Himmel ist. Läuft es jedoch nicht so, wie vereinbart, ist „der Laberer“ nicht zur Stelle um das Problem zu beheben.

3.    Der Verpisser: Sie bekommen ihn so gut wie nie zu Gesicht, er hält hauptsächlich telefonischen Kontakt und Zeit hat er eigentlich auch keine für Sie.

4.    Der Rocker: Vor allem die Mitarbeiterinnen können seinem Charme kaum widerstehen und müssen daher bei ihm bestellen.

5.    Der Aufgedrehte: Er ist aufgeweckt, aufgedreht, sitzt keine Minute ruhig am Stuhl und verwickelt oftmals alle Mitarbeiter in ein Gespräch. Trotzdem ist er, wie es scheint, überall und nirgendwo.

6.    Der Zuballerer: Getreu dem Motto: „Lacht der Kunde bei der Verabschiedung noch, hast du ihm definitiv zu wenig verkauft“.

7.    Der Förderer: Er geht gezielt und lösungsorientiert an die Sache heran: Findet heraus, was sie wirklich wollen und brauchen – und hilft Ihnen, nach vorne zu kommen.

8.    Der Kumpel: Hier wird das Privatleben groß geschrieben. Selbstverständlich weiß man alles übereinander. Das Geschäftliche wird nebenbei erledigt.

9.    Der Freund: Und der Name ist wirklich Programm: Man kann nicht ohne einander, geht durch dick und dünn. Er ist praktisch wie ein enges Familienmitglied.

10.    Der Bescheidene: Selbstverständlich hat er ein sehr gutes Angebot, leider ist er nur zu höflich um nachzufragen, ob sie denn auch kaufen wollen.

11.    Der Eklige: Sie stellen seine Sympathie vollends in Frage und können gar nicht verstehen, wie er an diesen Job gelangen konnte.

12.    Der Zutexter: Hört sich selbst gerne reden, verwechselt Ihr Schweigen mit Zuhören und hält sich für unwiderstehlich.

13.    Der Zwerg: Ist für nichts verantwortlich, kann nichts alleine entscheiden, übt sich in Unverbindlichkeit, sichert jedoch umgehende Erledigung zu.

14.    Der Heitere: Alles läuft mit ihm zu Ihrer vollsten Zufriedenheit. Die Arbeit zusammen macht Spaß und Sie freuen sich stets auf das nächste Wiedersehen.

(Bildquelle: Fotolia)

Gespräche mit Hauptlieferanten nicht „nebenbei“ führen

Es ist immer ratsam, mit seinem wichtigsten Lieferanten Besuchstermine zu vereinbaren. Man kann sich ganz in Ruhe über alles informieren oder auch kritische Fragen stellen. Die Antworten auf Ihre Fragen wie „Was habe ich davon?“ oder „Wie können Sie mir bei der Umsetzung helfen“ verdeutlichen Ihnen, ob sich ein Kauf für Sie lohnt. Sinnvoll ist es, Notizen über die bestellte Ware, und vor allem über das Besprochene zu machen. Besser ist es, sich vor einem Gespräch Punkte aufzuschreiben, welche man gerne mit dem Lieferanten durchsprechen und klären möchte. Machen Sie sich auch über eine Bestellliste Gedanken, dies erspart Ihnen Zeit.

Sprechen Sie von sich aus Themen an, die Sie stören

Wenn Sie sich betrogen oder falsch behandelt fühlen von Ihrem Vertreter, sprechen Sie das unbedingt zügig an. Nach Wochen und Monaten wird sich keiner mehr erinnern und das eigentliche „Problem“ versiegt im Sand. Sprechen Sie es ohne Ängste an und machen es klar verständlich:„Ich habe das Gefühl, dass … Wie sehen Sie das?“

Schmeißen Sie nicht gleich jeden fremden Vertreter raus

Hören Sie sich jeden Vertreter, der spontan ins Geschäft kommt, ruhig eine Minute an. Gewähren Sie regelmäßig neuen Verkäufern, die um einen Termin bitten, eine halbe Stunde Zeit. Wenn sie Ihnen dann immer noch nicht vermittelt haben, warum sich eine Zusammenarbeit für Sie wirklich lohnt, können Sie sie immer noch rausschmeißen. So sind Sie nämlich in der Lage, in Ruhe eine Liste mit alternativen Lieferanten festzulegen, falls Sie mal Ihren Haus- und Hoflieferanten wechseln möchten.

Vertreter sind keine Zauberer

Wenn Sie mehr Erfolg und Zufriedenheit wollen als bisher – dann werden Sie aktiv. Suchen Sie das Gespräch. Aber denken Sie auch daran: Sie dürfen nicht nur fordern, Sie müssen auch selbst ins Handeln kommen und das Besprochene umsetzen. Denn: Ein Lieferant kann Ihnen nur die geeignete Munition geben. Schießen müssen Sie selbst.