Kryptowährung – wie funktioniert der Handel?

vom: 10.02.21

Bitcoin

Abbildung 1: Kryptowährungen wie der Bitcoin sind rein digitale Währungen. Es gibt davon kein physisches Geld, wie das bei anderen Währungen der Fall ist. Bezahlvorgänge funktionieren vollständig digital.

 

Wer Kryptowährungen handeln möchte, muss entweder auf die Preisbewegungen spekulieren, das geht über ein CFD-Handelskonto. Die andere Möglichkeit besteht darin, die jeweiligen Währungen an einer Börse zu erwerben oder zu verkaufen. Dabei interessieren sich nicht nur private Anleger für Bitcoin und Co. Hedgefonds investieren in Kryptowährungen und an den US-Terminbörsen gibt es Futures, mit denen Spekulanten auf steigende oder fallende Kurse setzen.

 

Kryptowährungen als CFD handeln

Ein CFD ist ein Finanzderivat, Contract for Difference oder Differenzkontrakt. Anleger spekulieren damit auf Währungen, auch auf Kryptowährungen. Dazu ist es nicht notwendig, die Währung real zu erwerben. Sie setzen „long“ oder „short“. Eine „Long“-Position bedeutet, dass der Trader mit einem Kursanstieg rechnet. Bei einer „"Short“-Position geht er von einem fallenden Kurs aus.

CFDs sind sogenannte Hebelprodukte. Der Anleger muss nur eine kleine Einlage machen, eine Margin hinterlegen. Er schließt quasi eine Wette ab, dass die Währung gewinnt oder verliert. Seine Gewinne oder Verluste berechnen sich durch den Gesamtwert einer Position. Die Hebelwirkung macht erhebliche Gewinne möglich.

Für viele ist das Traden mit solchen Finanzderivaten ein Buch mit sieben Siegeln. Sich damit auseinanderzusetzen ist zeitaufwendig, Fehler bei den Investitionen können teuer werden. Deshalb überlassen kleine Privatanleger diese Art von Geldgeschäften häufig den Profis. Mit neuartiger Software gibt es mittlerweile die Möglichkeit, dass jeder selbst das Traden übernehmen kann. Ein sogenannten Trading-Bot übernimmt dann die komplizierten Berechnungen und Voraussagen. The News Spy ist ein solcher Bot für das Traden mit Kryptowährungen. Er übernimmt automatisch das Traden. Wer sich für das automatisierte Traden interessiert, kann zunächst über die News Spy Erfahrungen anderer Nutzer nachlesen und sich dann selbst ein Urteil bilden.

 

Kryptowährungen an der Börse handeln

Kryptowährungen an der Börse zu handeln bedeutet, die Währung physisch zu erwerben. Der Anleger eröffnet dafür ein Börsenkonto und hinterlegt den vollen Vermögenswert für die Position, die er eröffnen möchte. Bei Kryptowährungen hortet er dann die Krypto-Tokens in seiner Wallet.

Börsen sind allerdings eine Herausforderung. Der Anleger muss sich mit der Technologie auseinandersetzen und lernen, die vorhandenen Daten zu lesen und zu verstehen. Es gibt teilweise Einschränkungen in Bezug auf die Höhe des hinterlegten Geldbetrags. Zudem fallen Kosten für die Kontoführung an, die teilweise sehr teuer sind.

 

Wie funktionieren Bitcoin und Co?

Der Handel mit Kryptowährungen, wie Bitcoin, Ethereum, Ripple, Litecoin oder Cash, ist dezentral, das heißt, es gibt keine zentrale Instanz, wie beispielsweise eine Regierung, die die Währung herausgibt oder unterstützt. Sie sind über ein Rechnernetzwerk geführt. Aber sie können an Börsen gehandelt und in Wallets gespeichert werden.

Die gemeinsame digitale Eigentumsaufzeichnung aller Besitzer der Kryptowährungen ist in der sogenannten Blockchain gespeichert. Überträgt ein Nutzer Einheiten der Kryptowährung in seiner Wallet an einen anderen Nutzer, so sendet er diese in die Wallet des anderen Nutzers.

 

Blockchain-Technologie

Abbildung 2: Durch die Blockchain-Technologie sind Kryptowährungen gegenüber Fehlern von außen oder Hackerangriffen resistent

 

Blockchain und weitere Begriffe einfach erklärt

Bei einer Blockchain handelt es sich um eine digitale, gemeinschaftliche Datenaufzeichnung. Im Fall der Kryptowährungen ist die Blockchain die Transaktionshistorie jeder einzelnen Einheit der Kryptowährung. Sie zeigt, wie sich im Zeitverlauf die Besitzer geändert haben. In der Blockchain sind es die sogenannten Blocks, in denen die Transaktionen gespeichert sind. Neue Blöcke hängen immer am Anfang der Kette.

Die einzelnen Blockchain-Dateien sind immer auf vielen Rechnern im Gesamtnetzwerk gespeichert, nicht an einem einzigen Standort. Damit sind die Dateien für alle Netzwerknutzer zugänglich. Die Blockchain bleibt so transparent und ist gegenüber Hackerangriffen, menschlichen oder Systemfehlern resistent.

Die einzelnen Blöcke sind mithilfe eines kryptographischen Verschlüsselungsverfahrens miteinander verbunden. Diese Verfahren sind komplexe mathematische Computermethoden. Versucht jemand die Daten zu manipulieren, unterbricht dies die Verlinkung zwischen den Blöcken. Die Netzwerkcomputer identifizieren dies als Betrugsversuch.

 

Krypt-Mining

Abbildung 3: Für das Krypt-Mining müssen Computer sehr komplizierte Algorithmen lösen. Das funktioniert mit einem einfachen Computer schon lange nicht mehr. Dafür sind heute sehr große Rechnerkapazitäten notwendig

Beim Krypto-Mining handelt es sich um einen Prozess, der die letzten Kryptowährungs-Transaktionen prüft und der Blockchain neue Prozesse hinzufügt. Für das Mining sind enorme Rechnerkapazitäten notwendig.

 

Wie prüft das Netzwerk Transaktionen?

Die verschiedenen Mining-Rechner im Netzwerk wählen noch offene Transaktionen aus, die sich in einem Pool befinden. Als Erstes überprüfen sie, ob der Sender ausreichend Guthaben hat, damit die Transaktion abgeschlossen werden kann. Er vergleicht die entsprechenden Transaktionsdetails mit der Transaktionshistorie, die bereits gespeichert ist in der Blockchain. Bei einer zweiten Überprüfung bestätigt der Sender mit einem privaten Schlüssel die Autorisierung für die Verschiebung der Krypto-Token.

 

Wovon hängt der Kurs der Kryptowährungen ab?

Der Kryptowährungsmarkt bewegt sich je nach Angebot und Anfrage. Durch die Dezentralisation nehmen politische oder wirtschaftliche Ereignisse keinen so großen Einfluss, wie das bei herkömmlichen Währungen der Fall ist. Insgesamt herrscht hier viel Unsicherheit. Die folgenden Faktoren nehmen einen signifikanten Einfluss auf die Kryptowährungen:

 

  • Das Angebot ist die Gesamtsumme der Coins und deren Kurs, wenn sie emittiert, verloren oder vernichtet werden.
  • Die Marktkapitalisierung ist der Wert aller existierenden Token und wie die Nutzer die Preisentwicklung wahrnehmen.
  • Die Presse nimmt durch Marktdarstellung und Medienpräsenz großen Einfluss.
  • Die Integration sagt etwas darüber aus, inwieweit die Kryptowährungen in die bestehende Infrastruktur, beispielsweise Zahlungssysteme im E-Commerce integriert ist.
  • Schlüsselereignisse, die den Wert beeinflussen können, sind beispielsweise Aktualisierungen durch die Aufsichtsstelle, konjunkturelle Rückschläge oder Sicherheitsverletzungen.

 

------

Abbildung 1: Pixabay © michaelwuensch (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: Pixabay © geralt (CC0 Public Domain)
Abbildung 3: Pixabay © rebcenter-moscow (CC0 Public Domain)