Richtig fördern - Ein Studium neben dem Beruf

vom: 30.07.15

Der zunehmende Fachkräftemangel in Kombination mit der stark sinkenden Bewerberqualität, veranlasst Arbeitgeber, sich schnellstmöglich um die Förderung der Mitarbeiter zu bemühen. Es gibt durchaus zahlreiche Möglichkeiten, die Weiterbildung aktiv im eigenen Unternehmen zu veranlassen.

 

Übertragen Sie ihren Mitarbeitern ein neues Aufgabengebiet. So erhalten sie nun mehr Verantwortung und können sich zudem Kenntnisse über einen neuen Bereich verschaffen. Entscheidungsbefugnisse sowie Kontrollmöglichkeiten sorgen dafür, das Wissen zu vertiefen.

Job Rotation ermöglicht den Einsatz in neuen und unterschiedlichen Themenbereichen des Unternehmens. Einige andere, durchaus interessante und wirkungsvolle Maßnahmen, stellen E-Learning sowie Workshops dar. Hierbei geben erfahrene Angestellte ihr Wissen und ihre Kenntnisse weiter.

 

Doch nicht nur interne Maßnahmen sind für Arbeitgeber attraktiv, immer häufiger werden externe Weiterbildungen visiert, realisiert und umgesetzt. Kommt der Wunsch auf externe Weiterbildung vom Mitarbeiter selbst, sieht das ein Unternehmen durchaus gern. Denn ist die Eigenmotivation bereits vorhanden, muss der Arbeitgeber nur die zeitliche oder finanzielle Unterstützung liefern und kann vom neu erworbenen Wissen prompt profitieren.

 

Ambitionierte Mitarbeiter fördern

 

Eine gängige und gern gesehene Förderung, ist die Unterstützung eines Studiums, da man an den Universitäten in Fern- und Abendstudiums umfassendes Wissen erlangen kann und sich rege weiterbildet. Es ist deutlich erkennbar, dass das Fachwissen über die eigene Branche durch ein aufbauendes Studium gesteigert und gefestigt wird. Da während des Studiums ein breites Spektrum an Fächern gelehrt wird, ist es von Vorteil, den Horizont über das eigentliche Wissen zu erweitern.

Das erworbene Wissen und die Fähigkeiten eines Arbeitnehmers, der ein Studium erfolgreich absolviert hat, dienen in der Tat auch dem Arbeitgeber. Durch die Einbringung seiner neuen und spezifischen Kenntnisse, kann er durchaus für einen Motivationsschub sorgen, denn er fühlt sich wertgeschätzt  und kann mit seinem Wissen ebenfalls für ein angenehmes Arbeitsklima sorgen. Ein weiterer positiver Aspekt eines Studiums ist vor allem das erworbene Organisationstalent, denn die Studenten sind gefordert, ihre Vorlesungen und  Klausuren unter einen Hut zu bekommen – und das neben ihrem Job! Auch Teamarbeit ist ein wichtiger sozialer Pluspunkt, der durch die Zusammenarbeit mit Kommilitonen  gefördert und ausgeprägt wird.

Berufsbegleitend Studieren ist grundsätzlich auch eine Kostenfrage für den Arbeitgeber. Fällt die Entscheidung nach dem Studium auf einen fremden Betrieb oder leidet die eigentliche Arbeit unter der intensiven Weiterbildung, bringt das folglich negative Auswirkungen für den Arbeitgeber mit sich. Wenn Sie ein Studium allerdings unterstützen, haben Sie damit auch die Möglichkeit, Bedingungen wie die Bindung an die Firma, auch über den Abschluss hinaus, daran zu knüpfen.

 

Das Fernstudium als Weiterbildung

 

Beim Fernstudium eignet sich der Mitarbeiter selbstständig Wissen an, ohne größeren Aufwand für den Arbeitgeber. Der Fernstudent ist weiterhin im Unternehmen beschäftigt und führt seine studentischen Tätigkeiten in der Freizeit durch. Es fallen also keine Kosten an und, im Gegensatz zum Vollzeitstudium, bleibt der Arbeitnehmer dem Unternehmen während des Studiums erhalten.

Ein Vorteil ist die gute Möglichkeit des Praxistransfers, insbesondere bei Fernstudiengängen mit wirtschaftlichem Schwerpunkt. Der Arbeitnehmer kann seine gewonnenen Kenntnisse direkt im Unternehmen einsetzen und daher profitiert der Geschäftsbetrieb unmittelbar.

Möglichkeiten der Förderung

Sie sind während des Fernstudiums in keiner Verpflichtung, können Ihren Mitarbeiter jedoch unterstützen, um ihn zu motivieren und im Unternehmen zu halten.

• Der Wunsch nach Bildungsurlaub ist die einzige Förderung, die Sie nicht verweigern können. Dieser ist in den meisten Bundesländern inzwischen gesetzlich geregelt und muss genehmigt werden. Fünf Tage pro Jahr stehen jedem Mitarbeiter demnach für Weiterbildungen zu.

• Darüber hinaus bieten sich Teilzeitlösungen an, wodurch der Mitarbeiter mehr Zeit zum Lernen hat und auch bei der Arbeit fokussierter sein kann, da er sich nicht tagtäglich überlastet. So verringt sich die Gefahr des Leistungsabfalls während der Zeit der Weiterbildung.

• Finanzielle Hilfen für Fahrtkosten oder die Übernahme der Studiengebühren sind eine Investition, die sich für Sie lohnen kann. Zudem sind die Aufwendungen steuerlich absetzbar, was Ihre Kosten mindert.

 

Quelle: www.unternehmer.de