Weiterbildung mit einer Trefferquote von 21 Prozent? – Bitte nicht!

vom: 03.04.14

Kann ein Lauf über glühende Kohlen ein Team zusammenschweißen? Können Weiterbildungen Arbeitnehmer auf Erfolgskurs bringen? Kann man in einem Abend-Workshop Lebenskrisen meistern und sich persönlich komplett umkrempeln? Kaum. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer Studie des Instituts für angewandtes Wissen e.V. (iaw-köln). Darin gaben zwei Drittel der Befragten an, “keine positiven und nachhaltigen Veränderungen” festgestellt zu haben. Zwar nehmen Arbeitnehmer gerne an Weiterbildungen teil, jedoch glaubten nur 21 Prozent der Befragten, dass eine Fortbildung etwas verbessert.

Vor ein paar Wochen habe ich diesen Text im Internet entdeckt. Beim Lesen kam ich aus dem Kopfschütteln kaum noch heraus…

Dazu fällt mir ein Spruch ein: „Man geht nicht raus und HAT ein tolles Leben, sondern man geht raus und MACHT sich ein tolles Leben!“

Mit welcher inneren Haltung gehen wir an das Thema Weiterbildung heran? Das ist doch nichts, was einem passiert! Das ist doch ein Prozess, der in uns selbst stattfindet. Wir werden doch nicht weitergebildet, sondern wir bilden uns weiter! Aktiv statt passiv. Agieren statt reagieren. Holschuld statt Bringschuld.

Die Aussagen der Befragten lassen sich wunderbar mit den Neuanmeldungen im Fitness Studio um diese Jahreszeit vergleichen: „Jetzt bin ich schon seit über einem Monat im Fitness Studio angemeldet und spüre immer noch keine Fortschritte!“ Mhm… wie wäre es mal mit trainieren, schwitzen, quälen, sich selbst überwinden… Nur mit der Anmeldung ist es nun mal nicht getan!

Der Vergleich passt!

Ja, ein Feuerlauf bei einem Seminar am Wochenende kann der Auslöser zu einer großen Veränderung im eigenen Leben sein. Gleiches gilt für Vortragsveranstaltungen, Tagesseminare, Coachings, Bücher, Filme usw.

Ein Auslöser! Ein Startschuss! Ein erster Schritt… Danach muss jeder seinen Weg selbst gehen.

An alle Führungskräfte unter den Lesern: Sollten Sie Mitarbeiter mit der eingangs beschriebenen Einstellung haben, dann werfen Sie bitte Ihr Geld nicht für Weiterbildung aus dem Fenster. Das sind nur Kosten statt Investitionen. Und keiner der Beteiligten hat Freude daran. Auch die Referenten, Redner, Trainer, Lehrer und Coaches nicht. Entweder schaffen Sie eine Einstellungsänderung bei Ihren Mitarbeitern zu diesem Thema oder Sie hinterfragen am besten, ob das die richtigen Mitarbeiter sind, mit denen Sie zukünftig Erfolge feiern können!

Zwei Anmerkungen noch dazu:

  1. Seminare sind nur ein Werkzeug zur Weiterbildung! Bücher, DVDs, Hörbücher, Coachings, Paten- und Mentorenprogramme sind auch gute Werkzeuge! Es kommt auf Ihr Lernziel an.
  2. Ja, es gibt große qualitative Unterschiede bei den Referenten. Und nur, weil Sie einmal auf einen schlechten Referenten getroffen sind, müssen nicht alle anderen Referenten auch schlecht sein! Vergleichen Sie.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass Sie sich Ihren Erfolg im Vertrieb MACHEN!

Herzliche Grüße…

Dirk Kreuter