Wie unsere Körperwahrnehmung auf unser Selbstvertrauen wirkt

vom: 02.07.20

Was ist eigentlich mit Körperwahrnehmung gemeint?

Wenn wir über Wahrnehmung reden, denken wir meist an Sehen, Hören, Riechen, Tasten oder Schmecken. Den meisten unter uns ist die große Bedeutung der Körperwahrnehmung nicht vollständig bewusst. Aber ohne funktionierende Körperwahrnehmung sind selbst alltägliche, eigentlich automatisierte Bewegungsabläufe wie Gehen oder Radfahren nicht möglich.

Dabei ist gerade die Körperwahrnehmung der Sinn, den wir für unsere Orientierung und für das Erleben unseres eigenen Raumes so dringend benötigen. Und für die Entwicklung unseres Selbstbewusstseins ist dieses Sich selbst spüren unverzichtbar. 

Denn aus dem Erleben des eigenen Körpers mit allen Sinnen kann sich Selbstbewusstsein erst entwickeln. Geht diese Verbindung zu uns verloren, wird der Körper zum Objekt, das ICH zum Konzept und das eigene lebendige Sein durch ein Vorstellungsbild ersetzt. Das eigene Selbstwertgefühl schwindet und man nimmt sich und seinen Körper als Folge davon falsch wahr.

Wie sich Körperbild und Selbstbewusstsein gegenseitig beeinflussen

Selbstbewusst zu sein bedeutet sich seiner selbst – seinen Fähigkeiten, Schwächen und Bedürfnissen – bewusst zu sein, sie zu akzeptieren und offen damit umzugehen. Wer selbstbewusst ist hat kurzum ein positives Bild seiner selbst und so auch eine positive Wahrnehmung seines Körpers.

Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper lassen im Gegensatz dazu Selbstwert und Selbstbewusstsein rapide sinken. Das kann sogar soweit gehen, dass wir die Fähigkeit Körperbotschaften wie Hunger oder Müdigkeit wahrzunehmen und passend darauf zu reagieren verlieren. Und das ist ein ziemlich fieser Teufelskreis! 

Denn wer sich nicht genügend um sich und seinen Körper kümmert, der verliert auch an Selbstbewusstsein, einfach weil der Körper nicht auf die Weise wahrgenommen wird, wie er sollte oder besser gesagt, wie er es verdient hat. Wer hingegen mental und emotional stark ist, kann aus seiner Persönlichkeit schöpfen, sein Leben mehr genießen und ist auch beruflich stabiler. 

Das eigene Aussehen: Wie wir uns sehen, bestimmt, wie wir aussehen 

Heutzutage sind wir ständig von sogenannten Vorbildern umgeben, die uns sagen, wie wir aussehen sollen, was wir anziehen müssen und wie wir uns zu geben haben. Das hat fatale Folge auf unsere eigene Körperwahrnehmung, denn so beginnen wir uns mit anderen zu vergleichen. Und so geht etwas Wichtiges verloren: nämlich man selbst!

Es ist völlig normal, dass man mit gewissen Körperstellen, wie zum Beispiel der eigenen Nase, ein wenig zu viel Speck um den Bauch oder unschönen Schlupfliedern unzufrieden ist. Man kann diese Stellen auch nach eigenem Gutdünken verändern. Das Wichtige ist jedoch, dass man dies nur für sich selbst tut und nicht um anderen zu gefallen. 

Darüber hinaus machen uns unsere Makel interessant und einzigartig. Der Schlüssel zum Erfolg ist, dass man nicht davor zurückschreckt, man selbst zu sein. Und wenn wir uns selbst schön und gut finden, tut das automatisch auch unser Umfeld, denn wie wir auf andere wirken, haben wir selbst in der Hand!

Wie im Verkauf muss man auch im Leben seine Nische finden, in der man seine Fähigkeiten und Talente zeigen und damit überzeugen kann. Es wird immer jemanden geben, der besser, schöner oder erfolgreicher ist, aber es wird niemanden geben, der so ist wie Sie. Also verschwenden Sie Ihre Persönlichkeit nicht, indem Sie gerne jemand anders wären! Damit Sie mehr Gefallen an sich selbst finden, müssen Sie zunächst nur auf ein paar Dinge achten.

Haltung und Blickkontakt: So lernt man Selbstbewusstsein 

Blickkontakt mit unserem Gegenüber spielt eine wesentliche Rolle in puncto Selbstbewusstsein und wie wir generell wahrgenommen werden. Egal ob mit Kunden im Berufsalltag oder bei Freunden und Familie: Wer stets bemüht ist, seinem Gesprächspartner in die Augen zu blicken, kann in jedem Gespräch punkten. Denn Blickkontakt…

…lässt Menschen sympathischer, optimistischer und glaubwürdiger wirken.

…erzeugt eine vertraute und zwischenmenschliche Beziehung.

…signalisiert Nähe.

…signalisiert Authentizität und Glaubwürdigkeit.

…strahlt Selbstbewusstsein aus.

Genauso wie der eigene Blick sagt auch unsere Haltung viel über uns aus. Logisch: Wer mit hängenden Schultern den Gang entlang schlurft, wird auch nicht besonders stark wahrgenommen. Wer hingegen mit einem Lächeln und erhobenen Hauptes durch ein Gebäude schreitet, der macht Eindruck auf sein Umfeld und sieht dabei gut aus. Versuchen Sie sich ernsthaft wahrzunehmen und auf Ihren Körper zu achten! 

 

Sport kann Sie dabei sehr gut unterstützen, da wir beim Training automatisch mehr auf unseren Körper achten und ihn dabei bewusst wahrnehmen! Egal ob Joggen oder Tischtennis: Jede Form der Bewegung verbessert Ihre Körperwahrnehmung.

 

Das ist mit viel Arbeit verbunden, diese wird sich aber lohnen. Wenn Sie beginnen, aktiv Ihre Körperhaltung, Ihren Gesichtsausdruck, Ihre Stimme usw. wahrzunehmen, dann erhöht das automatisch Ihre Körperwahrnehmung und gleichzeitig auch Ihr Selbstbewusstsein! 

Selbstwahrnehmung kann man gut trainieren und das Training verbessert automatisch Ihre Ausstrahlung. Sie werden sich bald wohler in Ihrer Haut fühlen– eine Win-Win-Situation also.

Der Weg zum Erfolg liegt darin, man selbst zu sein!

Egal wie Sie es nennen mögen, für Selbstbewusstsein, Charisma, ein gutes Körpergefühl oder Ausstrahlung braucht es eine bestimmte Einstellung zu sich selbst. Die Art und Weise, wie wir uns selbst beurteilen und der Bezug zur eigenen Person wirkt sich darauf aus, ob wir im Job erfolgreich sind, eine glückliche Beziehung führen und wie wir mit Herausforderungen umgehen.

Das Selbstwertgefühl funktioniert dabei wie ein innerer Schutzschild. Es ist untrennbar verbunden mit dem Glauben an die eigenen Möglichkeiten. Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl sind davon überzeugt, sich selbst und ihre Umwelt beeinflussen zu können. Dieser Glaube versorgt mit Kraft und Energie und er macht es überhaupt erst möglich, private sowie berufliche Herausforderungen zu bewältigen.

 

Abbildung 1: Bildquelle: @ Ali Morshedlou / unsplash.com 

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