E-Mail-Marketing - aber richtig - 6 Tipps

vom: 03.02.16

Wir geben Ihnen sechs wichtige Tipps auf den Weg damit Ihr Einstieg ins E-Mail-Marketing gelingt. Anders als beim klassischen Direktmarketing gelten hier etwas andere Spielregeln.

Einverständnis des Empfängers einholen

Als erster Grundsatz gilt: Wenn Sie E-Mails an Endkunden (B2C) verschicken, benötigen Sie grundsätzlich ein Einverständnis des Empfängers. Das Anschreiben kalter Adressen ist verboten. Sie riskieren damit eine Klage auf Unterlassung, von der Rufschädigung die durch eine schnelle Verbreitung via Soziale Netzwerke stattfindet ganz zu schweigen. Bei Kunden aus dem B2B-Umfeld ist es etwas einfacher. Sofern eine Geschäftsbeziehung besteht ist die Versendung von E-Mails an diese Kunden in aller Regel kein Problem.Der systematische Aufbau eines Verteilers ist deshalb der erste und wichtigste Schritt wenn Sie professionelles E-Mail-Marketing betreiben wollen. Dazu eignet sich natürlich besonders die eigene Homepage. Dort können Sie eine Anmeldebox oder ähnliches platzieren. Der Empfänger trägt dort seine E-Mail-Adresse ein, erhält von Ihnen eine Bestätigungsmail und schließt den Anmeldevorgang durch Klick auf einen Aktivierungslink ab (Double-Opt-In-Verfahren).Grundsätzlich sollten Sie aber auch in allen anderen Publikationen Ihres Unternehmens auf den Newsletter hinweisen und dem Kunden die Möglichkeit bieten sich in den Verteiler eintragen zu lassen (Prospekte, alle Arten von Postsendungen etc.). In Print-Publikationen bietet sich eine Ankreuzmöglichkeit auf allen Arten von Antwortkarten oder ähnlichem an, zum Beispiel: "Bitte informieren Sie mich über Neuigkeiten und Angebote per E-Mail...".

Personalisierung ist der Schlüssel zu einem dauerhaft wachsenden Verteiler

Zweiter Grundsatz: Eine personalisierte E-Mail kommt immer besser an als eine unpersönliche, allgemein formulierte. Sprechen Sie deshalb nach Möglichkeit Ihre Empfänger immer mit Namen an und versuchen Sie, in Ihrer Datenbank so viele Informationen über den Kunden zu speichern wie möglich. Das bietet weitere Möglichkeiten der Personalisierung, indem Sie zum Beispiel auf vergangene Käufe des Kunden oder bekannte Interessen eingehen. Wenn Ihr Verteiler hinreichend groß ist und Sie außerdem über genug Informationen verfügen, können Sie soweit gehen, für bestimmte Zielgruppen eigene Mailings zu erstellen. Bauen Sie immer eine Möglichkeit für Feedback ein. Das gibt dem Kunden erstens die Möglichkeit sich zu beschweren und zeigt Ihnen damit Verbesserungspotenzial auf. Zweitens aber können Sie unter Umständen weitere Informationen über den Kunden einholen die eine noch bessere Personalisierung ermöglichen.

Fassen Sie sich kurz

Dritter Grundsatz: In der Kürze liegt die Würze. E-Mails sollten kurz und einfach sein. Kein Empfänger will bei der heutzutage auf ihn hereinbrechenden Informationsflut seitenlange E-Mails lesen. Schon die Menge an versendeten Mails zwingt Sie zu einer professionellen Vorgehensweise. Die Entscheidung ob eine Mail geöffnet wird oder im Papierkorb landet entscheidet sich innerhalb von Sekunden. Bereits die Formulierung des Betreffs erfordert deshalb viel Sorgfalt und Arbeit. In der E-Mail selbst muss der Leser dann auf einen Blick erkennen worum es geht, die Botschaft also sofort erfassen können. Bauen Sie Call-To-Actions in Ihre Mailings ein um Ihre Kunden zu bestimmten Aktionen zu bewegen. Die Abwägung wieviel Druck man hierbei ausüben sollte ist schwierig. Einerseits soll der Kunde klar darüber informiert werden, dass er handeln soll, andererseits können Formulierungen wie "nur noch heute..." oder "letzte Chance..." als nötigend empfunden werden und Ablehnung auslösen. Hier ist bei der Formulierung auch genau zu betrachten wie sich der Kreis der Empfänger zusammensetzt. Beispielsweise greifen bei jüngeren Kunden andere Begriffe als bei älteren.

Immer den gleichen Absender verwenden

Nehmen Sie als Absender eine prägnante E-Mail-Adresse, am besten mit Vor- und Nachnamen versehen und behalten Sie diese bei. Empfänger gewöhnen sich an diese Adresse und nehmen Sie in Zukunft als vertrauenswürdig wahr. Absender und Betreff sind die beiden ersten Infos die der Kunde wahrnimmt und entscheiden meistens bereits über Öffnung oder Löschung Ihrer E-Mail.

Adressen aktuell halten

Fünftens: Halten Sie Ihre Adressdatenbank aktuell. Bieten Sie dem Kunden die Möglichkeit seine Adresse zu aktualisieren, und zwar sowohl in Ihren E-Mails als auch in allen anderen Versendungen oder Werbungen über andere Medien. Natürlich muss sich der Kunde auch einfach von Ihren Mailings abmelden können. Pflicht ist deshalb ein Abmeldelink in jedem Ihrer Mailings. Der Link sollte zu einer direkten Abmeldung führen, ohne dass der Kunde auf der anschließend erscheinenden Webseite noch weitere Aktionen tätigen muss. Er soll lediglich die Bestätigung erhalten, dass er abgemeldet wurde. Kombinieren können Sie diese Meldung noch mit Goodies für Ihren ehemaligen Abonennten, die ihn vielleicht nochmal zum Umdenken bewegen.

Informative Mailings kommen besser an

Sechstens: Informative Newsletter ziehen besser als Werbemailings. Bieten Sie Ihren Empfängern Informationen die Sie nur von Ihnen bekommen und die sie auch interessieren. Das können Neuigkeiten zu bestimmten Themen, zu Ihrem Unternehmen oder zu Entwicklungen in Ihrer Branche sein und vieles mehr. Wenn Sie News und Eigenwerbung geschickt kombinieren, erzielen Sie eine bessere Wirkung als mit reinen Werbemails. Sofern Werbeanzeigen in Ihrem Mailing platziert sind, markieren Sie diese, zum Beispiel mit dem Hinweis "Anzeige:". Das erleichtert dem Leser die Orientierung und gibt ihm nicht das Gefühl getäuscht zu werden.

Fazit

Falls Sie noch kein eigenes E-Mail-Marketing betreiben wird es höchste Zeit. Im Vergleich zum klassischen Direktmarketing zahlen Sie im Schnitt nur etwa ein Fünftel. Die Auswertungsmöglichkeiten sind dabei exzellent. Mit einer professionellen Mailingsoftware können Sie die Öffnungsraten messen, die Anzahl der Klicks auf Ihre im Mailing platzierten Links ermitteln und vieles mehr.