Freelancer Marktstudie 2017: Stundensätze und Projektauslastung

vom: 03.11.17

Die Technisierung und Digitalisierung schreitet weiterhin im Eiltempo voran. Handy und Computer gehören mittlerweile zur absoluten Standardausstattung, kaum jemand verzichtet noch auf Apps, Internet und Co. Freiberufliche IT-Experten sollten demnach einen optimalen Markt vorfinden. Wie schätzen Freelancer ihre eigene Situation ein? Der Freelancer-Kompass 2017 gibt einen aktuellen Einblick in die wichtigsten Gegebenheiten der IT-Branche.

Für Freelancer stehen naturgemäß die Beschäftigungschancen und die Verdienstmöglichkeiten im Vordergrund. Diese beiden Kennzahlen sind nicht zum Beginn der Karriere ausschlaggebend, sondern müssen im Laufe der freiberuflichen Karriere stets hinterfragt werden.

Stundensätze von Freelancern im Jahr 2017

Die Stundensätze eines Freelancers liegen in der Regel deutlich über dem Stundenlohn einer vergleichbaren Festanstellung - ein Ausgleich für die vergleichsweise höheren Risiken der Selbständigkeit. Vielen Freelancern fällt es nicht leicht, sich auf einen adäquaten Stundensatz festzulegen - dieser setzt sich nicht nur aus den persönlichen Ansprüchen, sondern im Wesentlichen aus den eigenen Referenzen sowie der Nachfrage und Konkurrenz aus diesem Bereich zusammen.

Erfahrene Freiberufler und Spezialisten können sich gegenüber Generalisten und jüngeren Freelancern zudem deutlich absetzen: Der knappe Großteil (18,17%) der Freelancer bewegt sich im Bereich zwischen 70 und 79 €. Unter 50 € liegen nur 5,31 %. Der durchschnittliche Stundensatz liegt bei 87,36 €.

Projektakquise und Projektdauer

Ist der Stundensatz passend angesetzt und das Profil mit Referenzen und Skills ansprechend strukturiert, steht den Projektanfragen von Unternehmen und Recruitern nichts mehr im Wege. Dennoch ist es für neue Experten am Markt aufgrund des vergleichsweise kleinen Netzwerks an Auftraggebern eine gewisse Herausforderung, eine hohe Projektauslastung zu generieren und langfristig laufende Einnahmen zu sichern. Ein ordentliches, informatives Profil ist daher ein wichtiger Grundstein, um potentielle Interessenten zu überzeugen und in die engere Auswahl bei der Projektbesetzung zu gelangen.

Dennoch zeigen sich bei den befragten Freiberuflern auf freelancermap insgesamt positive Auslastungszahlen. Über 76,5 % der Freelancer befinden sich aktuell in einem Projekt. Nur 24,47 % geben an, im Moment nicht an einem Projekt zu arbeiten.

Quantität muss hierbei jedoch nicht zwangsläufig der ausschlaggebende Faktor sein. Zahlreiche Projekte erstrecken sich über 2 Jahre oder mehr und garantieren Freelancern hohe Auslastung und Einkommenssicherheit. Kürzere Projekte hingegen erhalten die Flexibilität und sorgen für ein gewisses Maß an Abwechslung und – nicht zuletzt – für einen breit gefächerten Kundenkreis, der Potential für Folgeaufträge schafft.

Der komplette Freelancer-Kompass 2017 kann als PDF heruntergeladen werden.

1.112 Freiberufler nahmen innerhalb von 3 Monaten (Juli bis September 2017) an der durchgeführten Freelancer Umfrage 2017 teil. Mit insgesamt 46 Fragen beleuchtet die Umfrage wichtige Themenbereiche des Freelancer-Alltags.