Neulich mit meinem Schatz auf der Couch…
Wir beobachten die Fische im neuen Aquarium. Sagt sie: „Die beiden Männchen umwerben das Weibchen.“ Aha, ich sehe nur Fische wild umherschwimmen.
Ich gebe zu, ich weiß wohl welchen Fisch ich im Sushirestaurant bestelle, doch mehr weiß ich auch nicht über diese Tiere. Dafür kenne ich mich mit Verkäufern und mit Gesprächsführung hervorragend aus! Im Gegenzug darf Schatzi sich dann häufig meine Analyse einer Alltagssituation anhören: „Hast du seine Zeugenumlastung gehört? Schade nur, dass er den Zeugen dann verteidigt hat, als der Kunde ihn schon abgelehnt hatte. Und dann hat er noch zwei eindeutige Kaufsignale verpasst!“
Warum schreibe ich Ihnen das? Weil ich davon überzeugt bin, dass sich ein Verkäufer nur dann weiterentwickeln wird, wenn er sich mit Verkaufstechniken bewusst beschäftigt.
Ein guter Verkäufer ist nicht immer nur der, der viele Abschlüsse erzielt. Manchmal gibt es auch Umstände, die nicht direkt zu beeinflussen sind. Für mich ist entscheidend, ob mir der Verkäufer nach einem Kundenkontakt genau erklären kann, warum er den Auftrag abgeschlossen hat oder warum er ihn nicht erhalten hat. Was er hätte tun müssen, um erfolgreich zu sein.
Und das Schärfen der Sinne für eine gute Verkaufstechnik lässt sich auch in vielen Alltagssituationen üben: im Kino bei einem guten Film, bei einer Talkrunde im TV, bei der Predigt im Gottesdienst oder bei Verkäufern, die Ihnen etwas verkaufen wollen. Schauen Sie genau hin und lernen Sie, die Situation richtig zu analysieren.

(Bildquelle: Fotolia)
Sich seiner Kompetenz bewusst sein !
Vor vielen Jahren war ein Fußball-Nationalspieler zu Gast im „Aktuellen Sportstudio“. Weil der Mann viele Tore geschossen hatte, fragte der Moderator den Spieler, wie er denn so erfolgreich Tore schießt. Daraufhin stand der Spieler auf, holte mit seinem Schussbein aus und simulierte einen Torschuss. Mit den Worten „So mache ich das!“ nahm er dann wieder Platz. Der Moderator und das Publikum im Studio waren einem Moment lang irritiert. Dann lachten aber viele und applaudierten.
Der Fußballer meinte das aber völlig ernst!
Meine Interpretation: Dieser Fußballer wird sich nicht mehr erheblich in seiner Leistung steigern, weil er nicht weiß wie. Und als Trainer würde der Mann völlig versagen, weil er anderen Spielern nicht erklären könnte, wie es besser ginge.
Fachbegriff: „Unbewusste Kompetenz“ = Sie sind gut, wissen aber nicht warum.
Wer sich entwickeln will, der braucht „bewusste Kompetenz“: Wissen, warum Sie etwas wie machen.
In diesem Sinne…Ihr Dirk Kreuter