So beschaffen Sie Produktdaten in nur 10 Schritten

vom: 12.08.15

Potenzielle Käufer kann es schnell zu Wettbewerbern ziehen. Hierfür reicht es zum Beispiel, das angebotene Produkt im Online-Shop mit unvollständigen oder nicht aktuellen Produktdaten zu versehen. Um dies zu vermeiden, sollte zielgerechtes Erstellen und Beschaffen an erster Stelle stehen.

Durch den wachsenden Online-Handel und dem damit verbundenen Wettbewerb, ergeben sich immer größere Herausforderungen für Online-Shops. Bei allen Bestrebungen, neue Zielgruppen anzusprechen oder über zusätzliche Sortimente weitere Märkte zu erschließen, spielt die Aktualität und Vollständigkeit der Produktdaten eine erfolgskritische Rolle.

Man sollte niemals auf die Genauigkeit, Vollständigkeit und Aktualität von Produktdaten verzichten, denn dies spielt eine erfolgskritische Rolle. Durch diese „Fehler“ verliert man Kunden schneller an andere Online-Shops als einem  lieb ist. Kunden ziehen es vor, ausführlich mit Informationen versorgt zu werden bevor sie einen Kauf abschließen. Unklare Informationen dagegen hemmen die Kauflust des potenziellen Käufers.

 

Durch folgende zehn Schritte können Shop-Anbieter die notwendigen Produktdaten zielgerichtet beschaffen und erstellen sowie ihr Online-Sortiment schneller bereitstellen:

 

1. Qualitätskriterien der Produktdaten konkretisieren

Es sind häufig die kleinen, aber äußerst bedeutsamen Informationen, welche für den Kunden wichtig sind, damit er sich für ein Produkt entscheiden kann. Diese Daten sollten strukturiert angeben sein um den Kunden eine Übersicht zu verschaffen. Hilfreich ist eine Unterscheidung zwischen absolut notwendigen Kernattributen (must have) und den Zusatzinformationen (nice to have).

2. Bei den Lieferanten die Produktdaten recherchieren

Die Lieferanten verfügen oft über mehr produktrelevante Informationen als es auf den ersten Blick erscheint. Mithilfe eines Online-Fragebogens, dem die Qualitätskriterien für die Produktdaten zugrunde liegen, kann man die Vollständigkeit der Informationen erfragen. Das muss sich nicht auf die Lieferanten beschränken, sondern auch weitere Ansprechpartner außerhalb des bisherigen Kontaktkreises – beispielsweise die für die Katalogerstellung beauftragten Agenturen – können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. 

3. Vorgehensweise für die Datenbeschaffung erarbeiten

Sofern die eigenen Qualitätskriterien definiert und die Möglichkeiten der Informationsbereitstellung der Lieferanten bekannt sind, sollte daraus eine klare Methodik für die zukünftige und möglichst standardisierte Informationsbeschaffung abgeleitet werden. Dies dient der aufwandsschonenden und kosteneffizienten Wiederholung.

4. Alle Produktinformationen sichten und sammeln

Für die Lieferanten ist es nicht höchste Priorität, die Produktinformationen bis ins kleinste Detail bereit zu stellen. Doch verzichten kann der Shop-Betreiber darauf dennoch nicht. Er ist gefordert, die notwenigen Informationen selbst zu recherchieren. Nur so kann es ihm gelingen, optimale Verkaufsergebnisse zu erzielen.

5. Geeignetste Daten wählen

Hat man nun die Datenquellen herausgefunden und die Vielfalt der Daten analysiert,  sollte die Quelle ausgewählt werden, die die größte Informationsdichte bietet. Somit muss man auch keine Vorauswahl oder eine Bewertung der enthaltenen Daten vornehmen.

6. Informationen effizient abgreifen

Es bietet sich an, die Produktinformationen vorzugsweise in einem elektronischen Format zu erhalten. Ist dies nicht möglich, müssen teil- oder vollautomatisierte Techniken zum Einsatz kommen. Somit ist es möglich, PDF-Dateien und gedruckte Kataloge ohne manuelle Erfassung zu konvertieren und die Daten aufzubereiten.

7. Klassifikation der Produkte automatisieren

Es ist sehr aufwendig, ein Produkt korrekt zu klassifizieren und einer Gruppe zuzuordnen, da auch oftmals die Kommunikation mit der Fachabteilung fehlt bzw. zu schwierig wäre. Semantische Tools klassifizieren Produkte eindeutig und zuverlässig durch eine Keyword-Analyse in den vorhandenen Informationsbausteinen. Während bei manueller Bearbeitung keine Verifizierung möglich ist, kann die Klassifikation bei der semantischen Verarbeitung zusätzlich auf Plausibilität geprüft werden.

8. Extraktion der Attribute automatisieren

Je vielfältiger das Sortiment und die Klassifikation sind, desto größer ist die Anzahl der Qualitätskriterien zu den Produkten und das dazugehörige Datenvolumen. Auch hier entlastet die semantische Verarbeitung durch klassifikationsspezifische Identifikation der Attribute und der Extraktion von relevanten Attributswerten. Berücksichtigt werden dabei nicht nur offensichtliche Informationen wie beispielsweise Interpretation von Abkürzungen, sondern auch Informationen, die in Fließtexten wie Katalogbeschreibungen enthalten sind.

Umso vielfältiger das Sortiment, desto mehr Qualitätskriterien gibt es. Gleiches gilt für das dazugehörige Datenvolumen .

9. Datennormalisierung automatisieren

Mit der Anzahl der Lieferanten steigt die Verwendung unterschiedlicher Mengeneinheiten und auch Berechnungsgrundlagen. Die fehlerfreie Vereinheitlichung solcher Daten ist wichtig, da hieraus nicht selten Preisinformationen abgeleitet werden. Zur Automatisierung der Umrechnung und Vereinheitlichung der Mengeneinheiten und Werte lässt sich die regelbasierte Semantik nutzen.

10. Attribute abschließend überprüfen

Im letzten Schritt zur Erstellung der Produkte werden anhand der Qualitätskriterien die generierte Attributsvielfalt und der Befüllungsgrad der Einzel-Attribute überprüft. Auf diese Weise lässt sich erkennen, wo vollständige Daten vorliegen oder Informationslücken bestehen.

 

 

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