Die Arbeitswelt von morgen: Eine menschliche Zukunft

vom: 18.08.16

Denkt man an Arbeiten von morgen, fallen einem spontan drei, nein, vier Begriffe ein: mobil(er), produktiv(er), eigenverantwortlich(er) – und vor allem menschlich(er). Der vierte Begriff ist die Summe der ersten drei.

Ein Büro ohne Office – unvorstellbar

Mit diesen vier Begriffen verbinden viele eine Revolution des Verständnisses von Büroarbeit, wie wir sie heute kennen. Denn heute findet Büroarbeit noch viel zu oft stationär in geschlossenen Räumen statt – mit unflexibler Technik und in starren Hierarchien. Wie oft fühlen sich Mitarbeiter heute wie das kleine Rädchen in einem Getriebe, in dem sie für sich kaum erfahren, was sie mit ihrer Arbeit bewegen?

Das wird sich mehr und mehr auflösen, weil es nicht mehr zeitgemäß ist: Die Wissensarbeiter von heute und morgen wollen flexibel und eigenverantwortlich arbeiten, weil sie ihr knappstes Gut, ihre Zeit, für Arbeit und Freizeit, für Business und Familie so einsetzen möchten, wie sie es brauchen und wertschätzen. Moderne Wissensarbeiter möchten in Projektteams arbeiten, in denen sich Hierarchien aus Verantwortlichkeiten ergeben und mit den Geräten, die sie auch in ihrer Freizeit einsetzen. 

(Bildquelle: Fotolia)

 

Office ohne Büro – die Zukunft der Arbeit.

Auch für Unternehmen sind traditionelle Formen von Büroarbeit nicht mehr sinnvoll: Stempeluhr und aufgeblähte Postfächer behindern Produktivität anstelle sie zu fördern. So spüren Unternehmen zunehmend, dass starre Strukturen nicht länger genügen, um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten und als Arbeitgeber attraktiv zu sein. Beide Aspekte werden Unternehmen nur bewältigen können, wenn sie ihre Arbeitsorganisation grundlegend überdenken.

Viele möchten, wie heute auch schon teilweise, nicht mehr in einem festen Büro, sondern dort arbeiten, wo sie gerade sind: auf Reisen, zuhause oder im Büro. Diese flexiblen Strukturen fördern den Austausch zwischen einzelnen Mitarbeitern und ganzen Teams und sind eine wichtige Grundlage für mehr Produktivität, Kreativität und Innovationskraft.

Man wird arbeiten,  Kinder betreuen, Freizeit haben und wieder arbeiten – in einem Tagesrhythmus, den die Mitarbeiter weitgehend selbst bestimmen. Und obwohl sie so verteilt arbeiten, werden sie sich viel mehr mit ihren Kollegen vernetzen als bisher.Menschen brauchen die Nähe zu anderen Menschen, besonders, wenn sie nicht mit ihnen in einem Büro sitzen. Und Unternehmen brauchen den offenen Austausch ihrer Mitarbeiter, damit sie ihre Projekte enthusiastisch und erfolgreich im Team auf die Beine bekommen.

Die Digitalisierung schreitet voran

Die zunehmende Digitalisierung von Prozessen sowie die Möglichkeiten für mobiles, zeitversetztes und vernetztes Arbeiten haben Unternehmen einen qualitativen Produktivitätsschub gebracht: Die Revolution im Büro sorgt dafür, dass der Anteil reiner Verwaltungstätigkeiten zugunsten einer kundenorientierten Arbeit zurückgedrängt wird.

Die Sozialen Netzwerke haben die vergangenen zehn Jahre entscheidend geprägt: Für die meisten gehört es mittlerweile zum Alltag, überall und jederzeit mit der Familie und Freunden zu chatten, zu skypen oder sie mit Ereignissen aus dem Leben zu versorgen.

Dieses Prinzip der sozialen Kommunikation hat die Unternehmens-IT entscheidend verändert: Unternehmen funktionieren nur noch dann, wenn sie ihre Mitarbeiter und Teams vernetzen, wenn sie die Sozialen Netzwerke ins Unternehmen integrieren.Das ist die Version einer mobilen, produktiven, eigenverantwortlichen und menschlichen Arbeitswelt der Zukunft.