Geldwerte Leistungen statt Gehaltserhöhung
Mit einer Gehaltserhöhung wird gute Arbeit über einen längeren Zeitraum belohnt. Mit ihr zeigt ein Unternehmen Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern. Oftmals haben die Arbeitnehmer jedoch nach einer solchen Erhöhung des Lohnes nicht viel mehr Netto-Gehalt oder im Worst Case sogar weniger als zuvor. Das liegt daran, dass aufgrund des höheren Verdienstes mehr Abgaben fällig sind. Deshalb bieten immer mehr Unternehmen Alternativen zur klassischen Erhöhung des Gehalts an. Hierbei handelt es sich um sogenannte geldwerte Leistungen. Von dieser Option profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer, da bei solchen Zusatzleistungen Steuern und Sozialabgaben gespart werden können.

Gehaltserhöhung oder geldwerte Leistung - beides hat seinen Wert (Quelle: fotolia, © askaya)
Was sind Zusatzleistungen?
Bei Zusatzleistungen handelt es sich um eine Form der Vergütung, die der Arbeitnehmer nicht in Form von Geld erhält. Diese bekommt er zusätzlich zum eigentlichen Lohn. Da es sich hierbei oft um Sachleistungen handelt, spricht man auch von Sachbezug.
Vorteile dieser Alternative
Eine sinnvolle Alternative zur herkömmlichen Gehaltserhöhung stellen geldwerte Leistungen dar. So hat der Arbeitnehmer mehr Geld im Monat zur Verfügung. Dieser Fakt geht jedoch nicht mit einer Erhöhung des Bruttolohns einher, sondern der Arbeitgeber lässt dem Mitarbeiter zusätzliche Leistungen zukommen. Diese bieten den Vorteil, dass diese entweder vollkommen steuerfrei oder zumindest steuerbegünstigt sind. Daraus resultieren insbesondere für den Arbeitnehmer enorme Einsparungen in dem Bereich, für den dieser eine Zusatzleistung erhält. In der Regel müssen weder Steuern noch Sozialversicherungsbeiträge für solche Bezüge entrichtet werden. Dies bringt den positiven Effekt mit sich, dass der Arbeitgeber weniger Geld auszahlen muss, damit beim Arbeitnehmer die volle Höhe der Beträge ankommt. Zudem kann diese Alternative zur Gehaltserhöhung als Betriebskosten abgeschrieben werden. Dies hat eine Verringerung des zu versteuernden Gewinns am Ende des Geschäftsjahres zur Folge. Auch die Befürchtung vieler Arbeitgeber, dass Zusatzleistungen einen erhöhten Mehraufwand mit sich bringen, trifft nicht zu. Mithilfe einer speziellen Softwarelösung können Gehaltsabrechnungen schnell erstellt werden. Zudem lassen sich mit Lexware lohn+gehalt plus, einer Software für kleine und mittelständische Betriebe, solche Extras zum Gehalt einfach verbuchen.
Welche Möglichkeiten bestehen?
Zusatzleistungen sind eine beliebte Alternative auf beiden Seiten. Doch welche Extras sind für beide Seiten besonders interessant?
- Kinderbetreuung:
Eine tolle Entlastung für Eltern stellt ein Zuschuss des Arbeitgebers für die Betreuung der Kinder dar. Dabei ist es egal, ob diese in einem Kindergarten, einem Hort oder bei einer Tagesmutter stattfindet. Die steuerfreien Zuschüsse für die Betreuung sind in Bezug auf die Höhe nicht begrenzt. Zudem sind sie sozialabgabenfrei. - Essenszuschüsse:
Eine weitere beliebte Möglichkeit stellen Zuschüsse zum Essen dar. Ist keine betriebsinterne Kantine vorhanden, so kann der Arbeitgeber Gutscheine ausstellen, die bei bestimmten Lieferanten, Restaurants oder sonstigen Anbietern eingelöst werden können. Dabei sind 6,10 Euro pro Arbeitstag steuerfrei. - Förderung der Gesundheit:
Von dieser Alternative zur klassischen Gehaltserhöhung profitieren beide Parteien. So kann ein Unternehmen bis zu 500 Euro jährlich für jeden Mitarbeiter für Gesundheitsaufwendungen ausgeben. Maßnahmen wie Rückenschule oder Yoga-Kurse haben einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Mitarbeiter. So sind diese seltener krank. Dieser Fakt führt zu weniger krankheitsbedingten Ausfällen im Betrieb. Eine weitere Option zur Förderung der Gesundheit sind Zusatzversicherungen. Davon profitieren insbesondere diejenigen Mitarbeiter, die sich selbst keine Versicherung leisten können oder eine solche nicht bekommen würden. Für das Unternehmen selbst bringen sie den Vorteil mit sich, dass der Arbeitnehmer an die Firma gebunden wird. Auch bei einer solchen Variante bleibt der Mehraufwand auf Seiten des Arbeitgebers gering, da sich diese Zusatzleistung ebenfalls mithilfe professioneller Unternehmenssoftware schnell verbuchen lässt. Um dabei die Übersicht über die einzelnen bebuchten Konten zu bewahren, empfiehlt sich die Verwendung einer speziellen Kontenübersicht. So sind ein schneller Zugriff und ein schnelles Auffinden der Konten gewährleistet.