Jobwechsel: Was Managern wichtig ist
Wer heutzutage einen neuen Topmanager einstellen will, muss einiges bieten um diesen überzeugen zu können. Eine Studie der Personalberatung InterSearch Executive Consultants hat die wichtigsten Faktoren erfragt, welche Manager bei einem Jobwechsel wichtig sind. Unter den 150 Befragten sind Vorstände, Geschäftsführer und Bereichsleiter.
Das wichtigste Argument für einen Arbeitsplatzwechsel bei den Topmanagern war mit 94 Prozent das Kriterium „neue Aufgaben und Herausforderungen“. Auf Platz zwei wählten die Manager wenig überraschend das Topgehalt, welches gleich viele Stimmen wie der Karrieresprung erhielt. "Dass Gehalt keine Rolle spielt, entlarvt die Studie als eine Mär. Die Unternehmen sollten daher früh signalisieren, dass sie marktgerecht zahlen. Wer niedrig pokert, wird keine Topkandidaten in der Auswahl haben", sagt Dieter Albeck Geschäftsführender Gesellschafter der Personalberatung InterSearch Executive Consultants.
Dass das Topgehalt nicht nur eine Wunschvorstellung bleibt, sondern auch in der Realität so umgesetzt wird, zeigt die Studie. Vier von fünf der befragten Führungskräfte erhielten demnach beim letzten Wechsel eine Gehaltserhöhung von über 20 Prozent.
Auf Platz 3 und damit stark im Aufwind platzierte sich die Work-Life-Balance, also das Verhältnis zwischen Job und Privatleben. Diese wird den Führungskräften immer wichtiger. Sowohl die Gruppe der über 55 Jährigen (88 Prozent), die 25- bis 34-Jährigen (89 Prozent) und die 35- bis 44-Jährigen (90 Prozent) stimmten dem zu. Vier von fünf Managern war in der Gruppe der 45- bis 54 Jährigen noch ein harmonisches Verhältnis von Arbeit und Privatleben wichtig."Hier können vor allem Mittelständler punkten - zum Beispiel wenn sie aktiv damit werben, dass keine Erreichbarkeit am Wochenende gefordert wird, oder keine Meetings nach 18 Uhr stattfinden", so Albeck.
Noch vor dem Kriterium des Standorts und der Branche des Unternehmens lag bei den Managern das Unternehmensimage. Rund 84 Prozent sahen es als generell wichtig und 238 Prozent legen sogar großen Wert darauf. Experte Dieter Albeck sagt dazu: "Das Image, das ein Kandidat einem Unternehmen zuschreibt, wird auch vom persönlichen Kontakt beeinflusst. Eine Firma, die im gesamten Rekrutierungsprozess einen hochprofessionellen Eindruck beim Manager hinterlässt, kann ihre Chancen deutlich steigern."
Ranking der Top-Wechselkriterien
1. Neue Aufgaben/Herausforderungen (für 94% wichtig, für 53% sehr wichtig)
2. Karrieresprung (92% / 55%)
3. Höheres Gehalt (92% / 47%)
4. Work-Life-Balance (87% / 32%)
5. Unternehmensimage (84% / 38%)
6. Unternehmensstandort (81% / 34%)
7. Branche des Arbeitgebers (81% / 34%)
8. Gesellschafterhintergrund (72% / 22%)
9. Internationalisierungsgrad (70% / 29%)
10. Unternehmensgröße (69% / 22%)