Marketing mit Print-Werbemitteln - auch im digitalen Zeitalter noch möglich
Werbung verändert sich mit der Zeit. Das gilt für die Inhalte genauso wie für die Form. Waren vor 15 – 20 Jahren Plakate und Anzeigen in Zeitschriften noch Standard, so ging der Trend in der jüngsten Vergangenheit immer mehr in Richtung Online-Marketing. Faktoren wie die große Reichweite und geringen Kosten von Werbung im Internet trugen maßgeblich zu dieser Entwicklung bei.
Moderne Untersuchungen belegen allerdings, dass Print-Werbung keinesfalls ausgedient hat. So zeigt eine Studie, die das E-Commerce Magazin zitiert, dass Print-Werbung im Vergleich den höchsten ROI (Return of Investment) hat, also die höchsten Renditen bringt. Auch kleinen Unternehmen stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung, diesen Effekt auszunutzen, und das bereits mit wenig Aufwand. Auf diese Art lassen sich erstaunliche Ergebnisse erzielen.

Auch heute muss es nicht immer Online-Werbung sein - mit einem guten Printmailing lassen sich auch heute noch sehr gute Resultate erzielen.
Persönliche Werbemailings
Verlegten vor einigen Jahren viele große Unternehmen ihre Marketingaktivitäten beinahe vollständig ins Internet, so ist mittlerweile eine Kehrtwende zu beobachten – zumindest eine halbe. Vor allem persönliche Werbemailings liegen wieder im Trend. Unterstützt und angetrieben wird diese Entwicklung von Untersuchungen wie der jüngsten Studie von Nielsen-Rapp. Diese vergleicht verschiedene Formen von Mailings und kommt zu dem Schluss, dass Print-Mailings in Deutschland am effektivsten sind. Am meisten gilt das demnach bei Menschen zwischen 16 – 34 Jahren, einer besonders internetaffinen Altersgruppe. Als zentraler Grund dafür wird die Informationsflut im Internet angesehen. Werbe-Mails werden häufig automatisch als Spam aussortiert oder ungelesen gelöscht.
Print-Mailings haben dagegen höhere Chancen, die Aufmerksamkeit des Empfängers zu erregen, vorausgesetzt, sie erfüllen die folgenden Anforderungen:
- Echter Briefumschlag: Die höchsten Lesequoten haben Werbeschreiben in echten Briefumschlägen.
- Personalisierung: Schon von außen sollte erkennbar sein, dass es sich um ein individualisiertes Mailing handelt. Anonym wirkende Schreiben werden schneller ungeöffnet weggeworfen.
- Aufmerksamkeit erregende Faktoren: Bei Print-Mailings lassen sich gezielt Farben und Materialien wie bestimmtes Papier einsetzen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Auch ungewöhnliche Formate ziehen die Blicke auf sich.
Viele kleinere und mittlere Unternehmen verlassen sich bei Printmailings auf externe Dienstleister, vor allem was die Herstellung betrifft. Die Preise unterscheiden sich stark, abhängig von der Anzahl der Schreiben und dem gewünschten Material. Generell gilt: Bei hohen Stückzahlen reduziert sich der Preis meistens beträchtlich. Natürlich machen diese wenig Sinn, wenn nicht die notwendige Zahl an Empfängern vorhanden ist.
Werbung in Zeitschriften und Zeitungen
Zeitungen und Zeitschriften leiden am meisten unter dem rasanten Bedeutungsgewinn des Internets. Schließlich sind Online-Anzeigen deutlich billiger als solche in einer Tageszeitung. Zudem können sie in der Regel auch spontan noch geändert werden. Dennoch kann es Sinn machen, auch heute noch Anzeigen in Zeitschriften und Zeitungen zu schalten. Vor allem gilt das in folgenden Fällen:
- Es handelt sich um Anzeigen für aktuelle Angebote, zum Beispiel im Schlussverkauf.
- Die Zielgruppe umfasst ältere Menschen, die kaum Werbung im Internet konsumieren.
- Es soll durch eine Anzeige in einem Fachmagazin eine bestimmte Zielgruppe erreicht werden.
Noch vor der Entscheidung für eine Printanzeige gilt es, zu überlegen, welches Medium dafür in Frage kommt. Zur Verfügung stehen vor allem:
- Regionale Tageszeitungen
- Überregionale Tageszeitungen
- Anzeigenblätter
- Fachmagazine
- Magazine
Die Auswahl hat Auswirkungen auf die entstehenden Kosten. Anzeigen in überregionalen Tageszeitungen und großen Magazinen sind gemeinhin besonders teuer. Deutlich geringer fällt der Preis für Werbung in Anzeigenblättern und Fachmagazinen aus. Dabei kann Letzteres sehr effektiv sein, vor allem wenn regional oder bei einer ganz bestimmten Zielgruppe geworben worden soll. Generell hängt der Preis von der Größe und der Gestaltung von Anzeigen ab. Ganze Anzeigenseiten in Magazinen erzielen immer noch teils schwindelerregende Preise und lohnen sich nur für große Unternehmen.
Alternativ kommt das Schalten eines Werbebanners auf der Internetpräsenz der jeweiligen Zeitschrift oder Zeitung infrage. Dies ist in aller Regel erheblich billiger als eine Print-Anzeige. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass nicht jede Leserschaft sich in gleichem Maß für Online-Inhalte interessiert. Darüber hinaus hat in den letzten Jahren eine gewisse Banner-Blindness eingesetzt, so dass online heute die nativen Werbeformen an Bedeutung gewinnen.
Werbung in Eigenregie
Wer ein Printmailing erstellen möchte, muss nicht in jedem Fall eine Marketingagentur und eine Druckerei beauftragen. Er sollte aber Folgendes beachten:
- Gute Flyer oder Print Mailings zu erstellen, ist nicht einfach. Wer keinerlei Erfahrung in Marketing hat, lässt lieber den Profi ran.
- Sieht das Resultat unprofessionell und „billig“ aus, schadet es eher, als dass es nützt.
- Für die Erstellung von Werbematerialien ist das richtige Werkzeug notwendig.
Es ist also in jedem Fall wichtig, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen. Wer als Gründer nicht das erforderliche Geld hat, um Werbematerialien erstellen zu lassen, sollte sich möglichst Rat in seinem Bekanntenkreis holen, bevor er Briefe verschickt.
Zur notwendigen Ausstattung für die Herstellung von Werbung gehören geeignete Computerprogramme. Diese kosten ebenfalls ihr Geld, werden aber meist nicht ausschließlich für Werbung gebraucht, sondern lassen sich vielseitig einsetzen. Notwendig ist außerdem ein guter Drucker. Auch an diesem Ende sollte man nicht sparen, möchte man Print-Mailings selbst erstellen. Günstige Geräte bieten in der Regel nicht die für professionelle Werbebriefe erforderliche Druckqualität. Auch ist für Marketing-Zwecke ein Farbdrucker empfehlenswert. Gute Tintenstrahldrucker punkten mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Kosten im laufenden Betrieb lassen sich je nach Modell durch Tintenpatronen von Drittherstellern beziehungsweise Refill-Lösungen senken.

Print-Werbung kostet im Vergleich zu Online-Werbung deutlich mehr, erzielt jedoch in vielen Fällen auch sehr gute Resultate. Aus diesem Grund sollte die Lancierung einer Kampagne genau geplant werden.
Crossmedia erzielt die besten Resultate
Während der Einsatz von Printwerbung auch im 21. Jahrhundert Sinn macht, ist es wenig empfehlenswert, dafür auf Online-Marketing zu verzichten. Das beste Ergebnis erzielt man, indem man beide Varianten geschickt miteinander verknüpft. So ist die Reichweite am größten. Außerdem gibt es jeweils bestimmte Situationen, in denen Print- oder Onlinewerbung effektiver ist. Konkrete Kaufvorschläge werden beispielsweise im Internet besser angenommen. Printmailings sind dagegen hervorragend dafür geeignet, Aufmerksamkeit auf ein Unternehmen und seine Produkte zu lenken. Zeitungsanzeigen können im günstigsten Fall zu Spontankäufen führen. Es lohnt sich also, viele Kanäle gezielt einzusetzen.
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