Sinnvolle Kapitalanlagemöglichkeiten in Zeiten niedriger Zinsen

vom: 08.03.18

Die Sparer in der Euro-Zone leiden seit vielen Jahren unter der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Sie erhalten für sichere Geldanlagen wie Tages- und Festgeldkonten kaum Zinsen, teilweise liegen die Zinssätze unter der Inflationsrate. In diesem Fall verliert das Vermögen sogar an Kaufkraft. Nichts deutet darauf hin, dass sich diese missliche Lage bald ändert. Anleger sollten deshalb nach Investments Ausschau halten, die eine höhere Rendite versprechen.

Symbolbild Diagramm Aufwärtstrend

Wer klug entscheidet, kann sich auf hohe Renditen freuen (Quelle: shutterstock, ©Ekkachai)

Von den Renditechancen an den Aktienmärkten profitieren

Wer höhere Erträge als bei sicheren Zinsanlagen erzielen will, muss gewisse Risiken eingehen: Diese Risikobereitschaft zahlt sich aber meist aus. Das beste Beispiel sind Aktien. Diese Wertpapiere unterliegen zwar Kursschwankungen, aber auf lange Sicht lassen sich mit Aktien im Durchschnitt attraktive Renditen erwirtschaften. Das zeigt ein Blick in die Vergangenheit: Der deutsche Leitindex DAX hatte zwischendurch wie bei der Bankenkrise Tiefs, trotzdem markiert er danach immer wieder Höchststände. Wichtig ist aber, dass Anleger nicht alles auf eine Karte setzen und nicht ausschließlich spekulative Aktien mit großen Risiken kaufen. Für Einsteiger empfehlen sich stattdessen Aktienfonds, die in etablierte deutsche, europäische und internationale Aktien investieren. Mit diesen Aktienfonds streuen Sparer ihr Investment und damit die Risiken breit.

Mit kurzfristigen Spekulationen Geld verdienen

Marktteilnehmer können auch mit kurzfristigen, spekulativen Geschäften ihr Vermögen mehren. Die Gewinnchancen sind enorm. Zugleich bestehen erhebliche Risiken, sodass Händler gewisse Grundkenntnisse haben sollten. Infrage kommt das Day Trading mit Aktien. Bei diesem erfolgt keine mittel- bis langfristige Kapitalanlage, Händler kaufen und verkaufen Wertpapiere innerhalb weniger Stunden oder Tage. Sie nutzen kurzfristige Kursschwankungen zu ihrem Vorteil aus. Mit dem außerbörslichen FOREX-Handel gibt es eine weitere Option, bei welcher die Gewinnchancen sowie die Verlustrisiken aufgrund der Hebelwirkung noch deutlich höher sind. Interessierte sollten sich vorab intensiv mit den grundlegenden Mechanismen und professionellen Strategien wie der Swing Trading Strategie befassen.

Immobilien als wertstabile Anlage

Bei niedrigen Zinsen boomt der Immobilienmarkt aus zwei Gründen. Erstens verwenden Sparer vorhandenes Eigenkapital lieber zum Kauf oder Bau eines Hauses, anstatt es in schlecht verzinste Geldanlagen zu stecken. Zweitens erhalten sie von Banken das fehlende Fremdkapital zu attraktiven Konditionen. Der Erwerb eines Eigenheims ist besonders interessant. Besitzer sparen dauerhaft die Mietkosten, weswegen die eigene Immobilie als ansprechende Altersvorsorge gilt. Zudem investieren viele in Eigentumswohnungen oder Häuser, um Mieteinnahmen zu generieren. Hier ist aber Vorsicht geboten, Mietausfälle können zu erheblichen Verlusten führen. Wie bei Aktien empfiehlt sich Risikostreuung. Wer sich mehrere Objekte nicht leisten kann, sollte Immobilienfonds vorziehen.

Alternative Investments: Grüne Geldanlagen als Beispiel

Die Energiewende weg von Atom- und Kohlekraftwerken hin zu erneuerbaren Energien bietet Anlegern zahlreiche Investitionsmöglichkeiten. Sie können sich zum Beispiel an Wind- und Solarparks beteiligen. Die verantwortlichen Projektgesellschaften geben meist Genussscheine aus, bei einem wirtschaftlichen Erfolg profitieren Anleger von Ausschüttungen. Auch Genossenschaftsanteile sind bei diesen Projekten verbreitet. Der Vorzug dieser grünen Investments liegt darin, dass der Staat mit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz vorteilhafte Bedingungen für die ökologische Stromproduktion geschaffen hat. Interessierte sollten jedoch prüfen, ob Gesellschaften bereits erfolgreiche Projekte gestartet und abgeschlossen haben. Es finden sich auf diesem Markt teilweise Anbieter, die wirtschaftlich unseriös planen.