Was steckt hinter dem Begriff "Unternehmenskultur"?

vom: 17.10.14

Eine Unternehmenskultur ist untrennbar mit dem Erreichen unternehmerischer Ziele verbunden. Sie ist kein Selbstzweck. Die Vorteile einer guten Unternehmenskultur sind vielfältig und wirken nach innen wie nach außen.

Wer sich über die genaue Definition des Wortes "Kultur" schlau machen will, stößt auf ganz unterschiedliche Bestimmungsmerkmale. Da wird der Zeitgeist einer Epoche ebenso mit dem Namen "Kultur" belegt wie wissenschaftliche und philosophische Anschauungen, die Bodenbewirtschaftung oder die Pflege unserer geistigen Güter.

Versucht man diese breite Angebotspalette von "Kultur" auf einen Nenner zu bringen, dass sie für alle genannten Bereiche gleichwertig anzuwenden ist, dann trifft die Umschreibung "Umgang mit den Dingen" am ehesten. Im übertragenen Sinn zeugt die Führung eines Unternehmens respektive seine Außenpräsentation - so wie der Umgang mit Mitarbeitern und Kunden - von einer bestimmten Unternehmenskultur.

Der Begriff "Unternehmenskultur" entstammt den 1970 er Jahren als die Wettbewerbsstärke japanischer Unternehmen zusehends größer wurde. Man analysierte, dass ihr wirtschaftlicher Erfolg nicht nur den sogenannten "harten Faktoren" entsprang sondern auch "weichen Faktoren". Dazu zählten:

  • Identifikation
  • Loyalität zum Unternehmen
  • Fleiß - gepaart mit Innovation
  • Kooperationsfähigkeit
  • Konflikterkennung/-lösung

Augenscheinlich sind es nicht nur Dinge, die nach außen hin scheinen. Es sind geschäftsrelevante und somit auch greifbar wie belegbare Größen die in einer Unternehmenskultur sichtbar werden.

 

Kultur ist auch fortlaufende Geschichte

Die, die schon einmal ein Unternehmen gegründet haben, wissen um die Komplexität von zusammenlaufenden Faktoren die irgendwann einmal darüber entscheiden, ob, oder wie viel "Kultur" ein Unternehmen ausstrahlt. Dabei spielen die Ereignisse die nach der Gründung eines Unternehmens passieren eine ebenso wichtige Rolle, wie das persönliche Erscheinungsbild respektive das seriöse Auftreten des Firmengründers. Von da ab erst wächst das kleine Pflänzchen Unternehmenskultur. Man könnte auch sagen, der Charakter oder auch die "wahre Identität" eines Unternehmens. Wie groß diese Pflanze wird entscheidet sich im Werdegang eines jeden Unternehmens. Maßgebliche Dünger dafür sind Kommunikations- und Verhaltensweisen der Geschäftsführung und der Unternehmensmitglieder.

unternehmenskultur

Tatsächliche Unternehmenskultur begründet sich auf handfeste, nachvollziehbare und gewachsene Normen, Wertvorstellungen und Überzeugungen innerhalb eines Unternehmens. Sozusagen als Orientierungshilfe fürs eigene Handeln. Auch wenn die Globalisierung dazu verdammt ist, für vieles herzuhalten was man ihr wirklich nicht anheften kann, in der modernen Gesellschaft gibt sie aber nun mal nachweislich das unternehmerische Denken und Handeln vor. Dabei müssen sich erarbeitete Werte immer wieder neu dem ständigen Wandel stellen. Auch und gerade deshalb, weil sich eine Pluralisierung der gesellschaftlichen und individuellen Lebensstile und Wertesysteme entwickelt hat. Die Veränderung des Konsumverhaltens und die höheren Ansprüche an die Arbeit stellen eine neue Gesellschaftskultur dar, die sich zwangsläufig auch auf die Situationen in den Unternehmen  auswirken.

 

Funktionen einer Unternehmenskultur

Eine Unternehmenskultur ist untrennbar mit dem Erreichen unternehmerischer Ziele verbunden. Sie ist daher kein Selbstzweck. Sie hat im Wesentlichen drei Aufgaben zu erfüllen. Man spricht auch in diesem Zusammenhang von Funktionen. Diese wären:

  •  Koordinierungsfunktion
  •  Integrationsfunktion
  •  Motivationsfunktion

Sie stellen sozusagen die Messlatte dar an der abzulesen ist, inwieweit diese Anforderungen erfüllt sind. Die Vorteile einer guten Unternehmenskultur sind vielfältig und wirken nach innen wie nach außen. Erwähnt sei das gute Arbeits- und Betriebsklima, dass die anderen Vorteile wie Leistungssteigerung, Kreativität und Kooperationsbereitschaft schon im Kern beinhaltet. Dazu kommt das positive Bild in der Öffentlichkeit. Es birgt zwangsläufig ein besseres Ansehen bei Lieferanten und Partnern. Eine nachhaltige Kundenbindung ist die Folge.

Kultur – der richtige Umgang mit den Dingen!