Artikelserie Vertriebsstrategien, Teil 19: Prozess-Review

vom: 21.06.07

Unsere Arbeit als Berater endet, wenn der Laden läuft. Manchmal stehen wir noch eine Zeitlang für ein begleitendes Coaching zur Verfügung. Denn für die operativ Tätigen wird das Geschäft zunehmend zur Routine, als Externe sehen wir manche Abläufe mit anderen Augen.

Unabhängig davon ist empfehlenswert, nach etwa 12 Monaten ein "Prozess-Review" durchzuführen. Das kann man auch selbst machen, Hauptsache man tut es!

Denn die Erfahrung zeigt, dass sich häufig aus den anfänglichen Unvollkommenheiten der Organisation suboptimale Abläufe in den eingeschwungenen Zustand "einschleichen".

Vor allem, wenn das Geschäft besser angelaufen ist als geplant, passt die Organisation oft nicht mehr - und im laufenden Betrieb merkt man das meist erst, wenn es weh tut. Das kostet Geld und erzeugt mit dem wachsenden Geschäft rasch zunehmende Reibungsverluste.

Nun gilt es zu überdenken, ob das Outsourcing richtig dimensioniert war: Vielleicht ist es besser, bestimmte Aufgaben künftig selbst zu erledigen oder andere in Zukunft an Externe zu übertragen, weil das kostengünstiger laufen und interne Kapazitäten entlasten kann. Das gilt übrigens auch für die Fertigungsprozesse - aber das ist ein anderes Thema!

Die Bestandsaufnahme erfasst also die "gelebten" Prozesse, zwischenzeitlich gefundene Prozess-Verbesserungen werden übernommen. Wir optimieren so noch einmal den Gesamtprozess, informieren die Beteiligten über die Änderungen und pflegen sie gleich in die Dokumentation ein.

Und so haben wir gemeinsam genau das erreicht, was wir am Anfang dieser kleinen Artikelserie als Ziel und Anspruch definiert haben:

"Das Produkt ist derart gut, das verkauft sich eigentlich ganz von selbst."

Und wir wissen ziemlich genau, warum!

--> Zum 1. Teil der Artikelserie: Systematisch vorgehen