Die Deutsche Bahn im Supermarktregal? – Das ist die Methode, die von allen Teilnehmern am meisten unterschätzt wird!
Einkaufen. Grundnahrungsmittel. Also auch Nutella. Aber irgendetwas ist anders? Die Deckel der Nutella-Gläser sehen anders aus. Sonst sind diese weiß mit einem Aufkleber. Heute sind alle Deckel transparent mit einer rot-grün-weißen Werbung darin: Die Deutsche Bahn bietet allen Nutella-Käufern ihre Bahn-Rabattkarte mit einem 25% Preisvorteil an. Im Deckel und auf dem Etikett.
Ich finde: Eine gute Aktion! Die Zielgruppe passt… Der Zeitpunkt Juli/ August ist perfekt. Wenn jemand die BahnCard privat testen will, dann in den Sommerferien, der Zeitraum, in dem auch Menschen mobil sind, die sonst lieber zu Hause bleiben.
Diese Aktion nennt man „Huckepack-Marketing“: Nutella nimmt die Deutsche Bahn „huckepack“ in ihre Zielgruppe mit. Und das mit einem hohen Wirkungsgrad: Ich vermute, dass 99% der Nutella-Genießer beim Frühstück diese Werbung bemerken werden. Gleichzeitig wird der Spieltrieb aktiviert: Mein Sohn stellt seine Geschicklichkeit unter Beweis, in dem er den Mini-Flyer unfallfrei aus dem Deckel herauskramt. Maximale Aufmerksamkeit am ganzen Tisch. Jetzt will er von mir noch erklärt haben, was denn die BahnCard 25 ist. Wann haben Sie sich schon einmal so ausführlich mit Werbung beschäftigt? Eine gute Aktion!
Klar, die Bahn hat Nutella dafür viel Geld überwiesen. Und das ist gut so! Denn der Marketingeffekt könnte besser nicht sein!
Definition: „Huckepack-Marketing“ bedeutet, dass Jemand im Besitz Ihrer Zielgruppe ist. Er geht dort ein und aus. Seine Zielgruppe vertraut ihm (Nutella). Dieser „Jemand“ nimmt Sie mit in seine Zielgruppe. Dadurch ist es für Sie viel einfacher und schneller Aufmerksamkeit und Vertrauen für Ihr Angebot herzustellen.
Diese Variante der Neukundengewinnung ist immer ein Thema in meinem Seminar „Umsatz Extrem“. Und ich behaupte: Das ist die Methode, die von allen Teilnehmern am meisten unterschätzt wird!
Im Seminar sprechen wir etwa eine Stunde darüber, wir reißen die Methodik nur an, wir analysieren viele Beispiele aus der Praxis und betrachten auch die Kombination von „Huckepack-Marketing“ mit anderen Methoden wie zum Beispiel Mailings oder Events. Alle finden es interessant, doch die wenigsten haben es dann am Abend auf Ihrer to-do-Liste (OK. Das könnte auch für die Qualität der restlichen Seminarinhalte sprechen…).
Wenn Sie den richtigen Huckepack-Partner haben, dann hat diese Methode für Sie eine ungeahnte Hebelwirkung!
Bitte kommen Sie mir jetzt nicht mit: „…die Deutsche Bahn hat ja auch ein viel größeres Budget als ich!“, „…wir sind im B2B unterwegs. Bei Endkunden mag das funktionieren, doch bei Geschäftskunden geht das nicht!“, „…mir fällt da keiner ein, der das mit mir machen würde!“
Der Erfolg dieser Methode hat wenig mit Ihrem Budget zu tun! Und gern können wir Ihr Angebot exemplarisch im Seminar durchspielen. Hängen Sie sich folgende Verkäuferweisheit über Ihren Schreibtisch: „Es gibt keine Knappheit an Geld, an Kunden, … Es gibt nur eine Knappheit an Ideen! Ideen, wie Sie Menschen (Kunden) motivieren Entscheidungen (Kaufentscheidungen) zu treffen!“
Noch ein Praxistipp: Besorgen Sie sich das Buch von Dr. Answin Vilmar: „Markenkooperationen - Kooperationsmarketing: Strategien und Entscheidungshilfen für die Praxis“. Das letzte Drittel dieses Buches ist entscheidend: Hier stellt der Autor dutzende von Beispielen vor, wer mit wem wie Huckepack-Marketing erfolgreich umgesetzt hat. Mit etwas Ruhe und Kreativität können Sie fünf bis zehn gute Ideen aus den Fallbeispielen für sich adaptieren. Oder… Sie nutzen es einfach für die Seminarvorbereitung von „Umsatz Extrem“.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen immer genug Nutella im Glas und natürlich „fette Beute“ im Vertrieb…
Ihr Dirk Kreuter