Drei Lösungsansätze für den Mittelstand, damit der digitale Erfolg in der Breite gelingt!

vom: 18.08.16

„Bad News are good news“, weil das immer noch gilt, liest man in den Medien immer wieder: Für den Mittelstand geht es um das Überleben! Und wenn es um das Überleben geht, hat man das nahende Ende praktisch schon vor Augen. Viele Experten und Analysten bauen im Kontext der Digitalen Transformation ein Drohszenario auf, welches dann leider wenig Lust auf die spannende Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung macht.

Schwächen des Mittelstands bei wachsendem Transformationsdruck

Nun sind Prognosen immer schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen (Mark Twain). Aber sicherlich gibt es Argumente für das allgemeine Schwarzsehen. Die Propheten der digitalen Apokalypse diagnostizieren für den Mittelstand u.a.

  •  Überalterung,
  •   mangelnde digitale Kompetenz und
  •  fehlende Investitionen in zukunftsorientierte Technologien.

Gleichzieht vollzieht sich im Markt ein fundamentaler Wandel: Internet-Technologien erobern die Dinge und Industrie 4.0 wird in Deutschland zum Megatrend erklärt. Mit Hilfe von Cloud-Lösungen betreten internationale Startups über Nacht die lokalen Märkte, neue Geschäftsmodelle entstehen, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Der Transformationsdruck ist also hoch, gleichzeitig wird die Transformation durch diese Schwächen erschwert. Das Fazit vieler Marktbeobachter: Die Zukunft des deutschen Mittelstands sieht schlecht aus!

(Bildquelle: Fotolia)

Stärken des Mittelstands für die digitale Transformation

Es geht auch anders! Deutschlands Mittelstand hat   enorme Stärken, die er durch die Digitalisierung weiter ausbauen kann und die eine digitale Transformation vereinfachen, u.a.:

  •  Ideenreichtum,
  •  solide Strategien,
  •  höchste Qualitätsstandards,
  •  starke Kundenbeziehungen,
  •  unternehmerische Freiheit und Mut

Daher: Auf Stärken aufbauen, Schwächen ausgleichen!

Nun gilt es, auf diese Stärken zu bauen. Die Transformationsprozesse am Markt vollziehen sich sehr schnell und Unternehmensstrukturen wie Geschäftsmodelle müssen kurzfristig angepasst werden. Großunternehmen tun sich hier schwer. Der Mittelstand hat hingegen das Potential, sich agil und unkonventionell zu positionieren. Wenn diese Agilität in Zukunft auch auf die digitalen Geschäftsfelder angewandt wird, bieten sich für den Mittelstand große Wachstumschancen.Neu ist allerdings das Tempo der Veränderung. Dieses Tempo verleitet jedoch auch zu Fehlentscheidungen und Fehlinvestitionen. Einerseits müssen IT-Strukturen aufgebaut werden, die zukunftsorientiert und flexibel sind, andererseits müssen dieselben Plattformen Stabilität, Sicherheit und eine enorme Skalierbarkeit garantieren, um in der digitalen Zukunft bestehen zu können: Standards einerseits, Offenheit auf der anderen Seite.

Ein Umdenken muss auch dahingehend stattfinden, dass IT nicht mehr nur notwendiges Übel ist, sondern vielmehr die Grundlage für zukünftige Produkte, Services und Geschäftsmodelle. Die rasante Entwicklung und die technische Komplexität der IT haben viele Mittelstandsunternehmen davon abgehalten, eine Vorreiterrolle beim Einsatz digitaler Technologien einzunehmen. Der wirtschaftliche Nutzen des Technologieeinsatzes rechtfertigte den Aufwand und das Risiko nicht.Vor diesem Hintergrund sind daher drei Lösungsansätze entscheidend, damit der digitale Erfolg im Mittelstand in der Breite gelingt:

  1. Digitalisierung als Erfolgstreiber, um schnelle Erfolge zu garantieren
  2. Nutzen von Cloud-Angeboten und integrierten Lösungen, um Komplexität und Implementierungsrisiken zu minimieren
  3. Vernetzung der notwendigen Kompetenzen für den nachhaltigen Erfolg

1. Schnelle Erfolge durch Digitalisierung

Um den „Mittelstand“ erfolgreich mitzunehmen, ist der Nachweis des frühen Erfolgs essentiell. Was sich nur langfristig rechnet, ist oft keine Option für den Mittelstand. Die Digitalisierung bietet heutzutage unzählige Ansatzpunkte, die einen sofortigen Effekt versprechen:

  •  vom Erschließen neuer Kundensegmente,
  •  dem Nutzen sozialer Netzwerke als Kommunikations- und Absatzkanal,
  •  der Verbesserung der Service-Qualität und der Kundenbindung durch Online-Angebote über
  •  mobile Lösungen für alle unternehmensrelevante Informationen bis hin zu
  •  Produkten, die um eine digitale Komponente erweitert werden oder gar ein gänzlich neues digitale   Produkt darstellen.

2. Die Cloud für die Verringerung von Komplexität und Risiko

Die technische Komplexität wie das Investitionsrisiko kann dabei zugleich in standardisierten vollintegrierten Lösungen und Cloud-Anwendungen verschwinden. Die Vielzahl und die stetig wachsende Anzahl digitaler Lösungen und Dienstleistungen zeigen, dass unter solchen Rahmenbedingungen der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Ein großer Teil der Innovationskraft steckt in der Frage: Was ist heute machbar und was ist für die Zukunft denkbar?

Digitalisierung und Cloud Computing ergänzen sich dabei ideal. Ziel kann die Verlagerung der IT-Komplexität aus den Unternehmen heraus in die Rechenzentren der Cloud-Anbieter sein. So wird IT – von der einfachsten Kassenbuch-App über Individuallösungen bis hin zur komplexen Produktionssteuerung in der Fertigungsindustrie – vernetzbar, zukunftsfähig und für jedes Unternehmen zeitnah, skalierbar und kostengünstig verfügbar.

In vielen Projekten wird sichtbar, dass dies nicht nur theoretisch gilt. Heute gehen bereits viele mittelständische Unternehmen engagiert diesen digitalen innovativen Weg und überlassen anderen die Passivität oder die Angststarre.

3. Vernetzung der notwendigen Kompetenzen

Dem digitalen Erfolg des Mittelstands steht dann vor allem eine deutsche Tugend im Weg: Man hat den Anspruch, die Dinge stets perfekt zu machen und beschäftigt sich dabei solange mit den Details, bis man durch die Verzögerungen anderen Wettbewerbern den Markteintritt ermöglicht. Hinzu kommt, dass der momentane Erfolg immer auch die Basis für den Misserfolg der Zukunft ist.

Alleine der Umstand, dass man einen funktionierenden Markt besetzt hat garantiert noch nicht, dass dieser Markt auch effizient besetzt ist. Internationale Startups nutzen diese Chance und realisieren über Effizienzgewinne ihren Erfolg. Der Markteintritt gelingt ihnen dabei durch die Digitalisierung schneller denn je.

Hier kann der Mittelstand von Startups lernen – vielleicht sogar durch Kooperationen und Netzwerkinitiativen. Auch innerhalb der Unternehmen lassen sich in diesem Sinne Generationen vernetzen. Damit man das zusammenbringen kann, was für den Erfolg zusammengehört: Erfahrung und die Bereitschaft, mit Mut Neues zu wagen. Für viele Unternehmen des deutschen Mittelstands ist die digitale Nachfolge-Generation der Schlüssel für eine erfolgreiche Transformation.

Deswegen soll die Zukunft gemeinsam gestaltet werden und die Stärken des Mittelstand in Kombination mit der Digitalisierung für zukünftige Erfolge genutzt werden!