Auftragsbestätigung

1. Anwendungsbereiche
2. Abweichung: Angebot und Auftragsbestätigung

Der Begriff Auftragsbestätigung (kurz: AB) bezeichnet nach DIN 69905 die Mitteilung eines Anbieters an einen Auftraggeber über die Annahme eines Auftrags.

Bevor eine Auftragsbestätigung erstellt wird, muss der Kunde vom Unternehmen ein Angebot über eine Ware oder Dienstleistung erhalten haben. Dabei müssen auch die relevanten Leistungsbestandteile, wie z. B. Menge und Preis, kommuniziert werden. Wird das Angebot durch den Kunden angenommen, erteilt dieser den Auftrag. Im Anschluss erstellt der Anbieter eine Auftragsbestätigung, in der er sich gegenüber dem auftraggebenden Kunden verpflichtet, den vereinbarten Vertrag zu den festgelegten Lieferungs- und Zahlungsbedingungen zu erbringen. Die Auftragsbestätigung ist demnach ein nützliches Instrument, um Transparenz zwischen den beteiligten Vertragsparteien herzustellen und Missverständnissen vorzubeugen. Im Streitfall kann sie als Beweisgrundlage dienen.


Nach deutschem Recht ist die Auftragsbestätigung keine eigenständige Rechtsfigur, sondern eine im allgemeinen Geschäftsverkehr übliche, in den meisten Fällen schriftlich erbrachte Form der Willenserklärung. Diese ist nicht an bestimmte Formalia gebunden, sollte jedoch aus Vollständigkeitsgründen mindestens folgende Angaben enthalten:

  • Zentrale Auftragsbestandteile, wie Anzahl und Preis sowie die jeweilige Produkt- oder Leistungsbezeichnung
  • Kennzeichnung als Auftragsbestätigung
  • Datum der Auftragserteilung
  • Gesamtsumme des Auftrags und Zahlungsbedingungen
  • Festgelegter Liefertermin sowie ggfs. Kosten für Fracht und Verpackung
  • Empfänger sowie Namen/Adresse des Absenders
  • Firmenbezeichnung oder Rechtsform des Absenders

1. Anwendungsbereiche

Da die Auftragsbestätigung nichts anderes als eine Form der Willenserklärung ist, ist sie rechtlich nicht bindend. Daher ist die explizite Erbringung einer Auftragsbestätigung von Seite des Unternehmens nicht immer notwendig, in einigen Fällen jedoch empfehlenswert. So ist eine Auftragsbestätigung insbesondere sinnvoll…

… bei vorangegangener mündlicher bzw. telefonischer Bestellung.
… wenn zuvor ein unverbindliches Angebot gestellt wurde.
… wenn sich hinsichtlich des Angebots wesentliche Änderungen ergeben, z.B. bei Menge, Preis und Qualität.
… damit noch einmal explizit auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hingewiesen wird.
… um das Lieferdatum noch einmal genau zu kommunizieren.

2. Abweichung: Angebot und Auftragsbestätigung

Ist die Auftragsbestätigung nicht identisch mit dem vorausgegangenen Angebot, dann ist sie nicht als Annahme des vorgeschlagenen Vertrages anzusehen, sondern als Ablehnung, verbunden mit einem neuen Vertragsangebot des jeweiligen Verhandlungspartners, sofern der Kunde noch immer an der Warenlieferung oder der Dienstleistung interessiert ist (§150 II BGB). Ein solcher Fall liegt beispielsweise vor, wenn mit der Auftragsbestätigung auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Unternehmens verwiesen wird, ein anderer als der ursprünglich vereinbarte Preis genannt wird oder die Produktspezifikationen geändert werden. Schweigt der Auftraggeber auf eine veränderte Auftragsbestätigung, so ist kein Vertrag zustande gekommen. Nur wenn das Gegenangebot (i.d.R. die Bestellung) unverändert und ohne Verspätung angenommen wird, kommt ein Vertrag zustande.

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